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Wohnraum-Sharing

Deutsche kritisch

Umfrage: Die Berliner sind zugleich stärkste Kritiker und häufigste Nutzer von Airbnb und Co. Bei weiterhin boomendem Tourismus und seit Jahren stark steigenden Mieten polarisiert die Thematik in der Stadt an der Spree.

In Deutschland sind Portale für die kostenpflichtige Vermittlung von privaten Unterkünften wie Airbnb und Wimdu noch wenig beliebt. Laut repräsentativer Umfrage von deals.com nutzen nur acht Prozent der Deutschen im Urlaub gerne solche Sharing-Plattformen - welche damit in der Beliebtheit noch hinter dem Zelt landen. Gleich 30 Prozent aller Deutschen sprechen sich gegen die Vermietung privaten Wohnraums als Ferienunterkunft aus.

An der Spitze der Kritiker stehen die Berliner: Über die Hälfte (55 Prozent) von ihnen ist der Meinung, dass Touristen in Hotels und Pensionen und nicht in privaten Unterkünften wie Mietwohnungen übernachten sollten. Vier von zehn Hauptstädtern (40 Prozent) würden die Vermietung von privatem Wohnraum an Urlauber untersagen, weil dadurch in ihren Augen die Mieten vor Ort in die Höhe getrieben werden (Bundesdurchschnitt: 21 Prozent). Mehr als jeder dritte Hauptstädter (36 Prozent) würde den Studienergebnissen zufolge aus Angst um die Nachbarschaft die kommerzielle Kurzzeit-Wohnungsvermietung verbieten lassen (18 Prozent bundesweit). Interessant: Unter den Deutschen sind die Berliner trotz aller Skepsis jene, die Airbnb und Co am eifrigsten nutzen. Jeder siebte (15 Prozent) von ihnen übernachtet im Urlaub nämlich gerne in bezahlbaren Privatunterkünften.

Die repräsentative Umfrage wurde von deals.com im Juni 2015 unter 1.121 deutschen Verbrauchern durchgeführt. Alle Ergebnisse sind unter folgendem Link einzusehen: www.deals.com/umfragen/reise-2015
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