Welttourismustag: Die Zukunft liegt im n... Plus Artikel
 
Welttourismustag

Die Zukunft liegt im nachhaltigen Tourismus

Nadine Studeny Photography
Zur Entwicklung des nachhaltigen Tourismus "müssen wir auf allen Ebenen konsequent weiterarbeiten und auch solidarisch miteinander umgehen", so Tourismusstaatsekretärin Susanne Kraus-Winkler.
Zur Entwicklung des nachhaltigen Tourismus "müssen wir auf allen Ebenen konsequent weiterarbeiten und auch solidarisch miteinander umgehen", so Tourismusstaatsekretärin Susanne Kraus-Winkler.

Der Welttourismustag am Dienstag stand unter dem Motto "Rethinking Tourism". Tourismusstaatssekretärin Susanne Kraus-Winkler setzt bei der Entwicklung des Tourismus in Österreich auf Qualität vor Quantität.

"Tourismus neu denken" stand im Fokus des diesjährigen Welttourismustags. Die UNWTO ruft alle Tourismusakteure auf, sich damit auseinanderzusetzen, wie der Tourismus künftig gestaltet werden muss, um nachhaltiger, widerstandsfähiger und inklusiver zu werden. Die Entwicklung des Tourismus war in den letzten Jahrzehnten in vielen Ländern ein Erfolgsmodell und trug zu wirtschaftlichem Aufschwung und hoher Beschäftigung bei. Im Vorkrisenjahr 2019 erwirtschaftete der Tourismus 10 % des weltweiten BIPs und war Arbeitgeber für jeden zehnten Beschäftigten. Auch in Österreich ist Tourismus ein Garant für lokale und regionale Wertschöpfung und Sicherung des Standorts.


"Die nachhaltige Gestaltung des Tourismus und Qualität vor Quantität ist der einzig sinnvolle Weg für die Zukunft. Das haben wir bereits 2019 im 'Plan T – Masterplan für Tourismus' festgelegt", so Tourismusstaatssekretärin Susanne Kraus-Winkler. "Dieses Ziel kann aber nur dann erreicht werden, wenn jede und jeder – Unternehmen, Regionen, öffentliche Stellen und auch Privatpersonen – einen Beitrag dazu leisten und perfekt abgestimmt agieren. Das reicht von guten Rahmenbedingungen und Anreizen über nachhaltige Destinationsentwicklung unter Einbeziehung der lokalen Bevölkerung bis hin zu neuen Mobilitätslösungen und Ressourcenschonung. Hier müssen wir auf allen Ebenen konsequent weiterarbeiten und auch solidarisch miteinander umgehen." 

Positive Entwicklung darf nicht gebremst werden

 Nach zwei Corona-Jahren mit drastischen Einbußen ist die Entwicklung des Tourismus in Österreich im Jahr 2022 wieder weitgehend positiv ausgerichtet. Die bisherige Sommersaison lag mit mehr als 37 Mio. Nächtigungen (Mai-Juli 2022) nur mehr knapp unter dem Vergleichszeitraum im Vorkrisenjahr 2019. Die Rahmenbedingungen bleiben jedoch schwierig.

In diesem Zusammenhang betont Kraus-Winkler: "Diesen Herausforderungen muss mit den richtigen Lösungen begegnet werden. Es braucht ein gemeinsames, positives Tourismusbewusstsein und Wertschätzung gegenüber dieser so wichtigen Branche und den Menschen, die dort arbeiten. Im Sinne des Mottos des Welttourismustags – müssen wir in Österreich und in ganz Europa verstehen, dass wir, gerade in dieser Zeit der vielen Krisen und der totalen Veränderungen, intensiv an einer neuen Widerstandsfähigkeit, an noch mehr Innovationskraft und den besten Nachhaltigkeitsstrategien für den Tourismus arbeiten müssen."

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