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Tourismuspolitik für die Zukunft

Kanaren laden zur ersten European Convention of Tourist Islands

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Konkret befasst sich die European Convention of Tourist Islands am 1. und 2. Dezember mit der Notwendigkeit, wettbewerbsfähige Tourismusmodelle zu entwickeln.
Konkret befasst sich die European Convention of Tourist Islands am 1. und 2. Dezember mit der Notwendigkeit, wettbewerbsfähige Tourismusmodelle zu entwickeln.

Am 1. und 2. Dezember laden die Kanaren zu einer neu aufgelegten Veranstaltung, die eine gemeinsame Tourismusstrategie aller europäischen Urlaubsinseln stellen soll. „Ziel ist es, der EU einen nachhaltigen Investitionsplan für die betreffenden Regionen vorzulegen und uns damit für die Zukunft zu wappnen“, erklärt die kanarische Tourismusministerin Yaiza Castilla.

Die erste European Convention of Tourist Islands, die von der Kanarischen Regierung in Zusammenarbeit mit Excelcan, dem neu geschaffenen, kanarischen Verband für Tourismusforschung, organisiert wird, findet Anfang Dezember im ExpoMeloneras Conference Center auf Gran Canaria statt.

Mit Telefónica, Atos und Amadeus haben bereits drei internationale Großkonzerne ihre Teilnahme angekündigt. Bereits am 30. November 2022 berät sich im Rahmen der Konvention die Generalversammlung der Industrie- und Handelskammern der europäischen Inselregionen, kurz Insuleur.


Castilla sehe im Tourismus einen entscheidenden Wirtschaftsfaktor für die soziale Entwicklung des Kontinents und seiner Inseln. Durch die aktuelle Situation, die aus der Corona-Pandemie heraus entstanden sei, müsse die Europäische Union den Tourismus in dieser Hinsicht vermehrt stärken, wie Castilla ausführte. 

Weiter erläuterte sie, dass die European Convention of Tourist Islands darauf abziele, gemeinsam mit der Europäischen Kommission und dem Europäischen Parlament eine neue Tourismuspolitik zu erarbeiten, die „weit mehr als nur die Summe der einzelnen Strategien der Mitgliedsstaaten“ ist. „Die Konvention dient dazu, gemeinsame Vorschläge und Lösungsansätze für drängende Herausforderungen im Tourismus zu finden, um speziell hinsichtlich der beiden Megatrends Nachhaltigkeit und Digitalisierung künftig neue Wege gehen zu können.“

Zukunftsträchtige Lösungen für die beiden großen, angesprochenen Themen seien laut Castilla wesentlich für den Übergang zu einer "diversifizierteren, wettbewerbsfähigeren und qualitativ hochwertigeren Wirtschaft mit wirtschaftlicher, sozialer und ökologischer Nachhaltigkeit.“

Zur EU zählen laut offiziellen Angaben derzeit 61 Inselregionen mit insgesamt 20,5 Millionen Einwohnern. Das entspricht 4,6 % der Gesamtbevölkerung in der Europäischen Union.

Die European Convention of Tourist Islands
Konkret befasst sich die European Convention of Tourist Islands am 1. und 2. Dezember mit der Notwendigkeit, wettbewerbsfähige Tourismusmodelle zu entwickeln, um den Herausforderungen und Verpflichtungen, die von der Europäischen Union in Bezug auf Nachhaltigkeit, Klimaschutz und Digitalisierung definiert wurden, gerecht zu werden. Als verantwortlicher Veranstalter des Kongresses wollen die Kanarischen Inseln künftig die Strategien und Interessen der einzelnen Inselregionen in Europa bündeln und gemeinsame Projekte mit internationaler Tragweite erarbeiten, um sich so als Vorreiter der neuen europäischen Tourismuspolitik zu etablieren.

Die Veranstaltung richtet sich neben den touristisch geprägten Inselregionen in Europa explizit an Unternehmen, Hochschulen, Experten, und Vertreter internationaler, nationaler und regionaler Institutionen. Der Kongress ist in sechs verschiedene Panels unterteilt, die sich mit der europäischen Tourismuspolitik im Allgemeinen, mit dem Megatrend Digitalisierung und mit den Chancen und Risiken von Nachhaltigkeit befassen. Dazu kommen zahlreiche Präsentationen und Round Tables, die die Erarbeitung gemeinsamer Aktionspläne für die verschiedenen Themen zum Ziel haben.

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