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Tourismus freut sich über vier Millionen

Reden wir übers Geld: Ein starkes Quartett fand so auch beim vergangenen ÖHV-Kongress ins Gespräch (v. l.): Martha Schultz, WK-Vizepräsidentin und Tourismusunternehmerin, Petra Nocker-Schwarzenbacher, Spartenobfrau für Tourismus und Hotelière, Elisabeth U
Reden wir übers Geld: Ein starkes Quartett fand so auch beim vergangenen ÖHV-Kongress ins Gespräch (v. l.): Martha Schultz, WK-Vizepräsidentin und Tourismusunternehmerin, Petra Nocker-Schwarzenbacher, Spartenobfrau für Tourismus und Hotelière, Elisabeth U

Die Österreich Werbung erhält zusätzlich zu den jährlichen 24 Millionen Euro des Wirtschaftsministeriums eine Sonderdotierung von vier Millionen. Weitere Millionen müssen folgen, sagt die ÖHV.

Zusätzlich zu den 24 Millionen Euro, welche die Österreich Werbung jährlich vom Staat erhält, soll eine Sonderdotierung von vier Millionen Euro kommen, versprach Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner am Montag. Die Tourismusbranche begrüßt die Ankündigung als einen positiven Schritt und verlangt nach mehr. „Weitere Schritte zur Unterstützung und Erreichung von 140 Millionen Nächtigungen, wie im Regierungsprogramm bis 2018 vorgesehen, müssen folgen“, sagte die Obfrau der Bundessparte Tourismus und Freizeitwirtschaft in der Wirtschaftskammer, Petra Nocker-Schwarzenbacher, am Dienstag in einer Aussendung. Asien zum Beispiel sei ein interessanter Zukunftsmarkt, „und dort soll Österreich sichtbar und buchbar sein“, sagte Nocker-Schwarzenbacher. Aber auch der europäische Raum sollte ein „Ziel-1-Gebiet“ für die Österreich Werbung bleiben. Die Sonderdotierung könnte eine Trendwende von der Belastung zur Entlastung der Tourismuswirtschaft sein, hofft die Spartenobfrau, die eine derartige „Schubumkehr“ dringend für nötig hält.

Bedingt zufrieden zeigt sich auch die Österreichische Hoteliervereinigung ÖHV. „Diese Investition in den Standort bringt Umsätze, Arbeitsplätze, Steuereinnahmen“, verweisen die Präsidenten Michaela Reitterer und Gregor Hoch auf durchschnittliche Gästeausgaben von 125 Euro im Sommer und 152 Euro im Winter.

Allerdings sei man von einer nachhaltigen Lösung, sprich generell mehr Geld für die Österreich Werbung, noch weit entfernt. Doch die ÖHV ist optimistisch, denn die Träger des ÖW-Budgets, der Bund und die WKÖ, nehmen durch die höheren Mehrwertsteuern bzw. Vorsteuern mehr ein: der Bund direkt, die WKÖ durch die Kammerumlage 1. Damit muss das Potenzial für eine langfristige Erhöhung des ÖW-Budgets gegeben sein.
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