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Tierschützer wollen Kuhglocken verbieten

Kuhglocken: „Rein aus Tradition einem Tier das zuzumuten, ist völlig abzulehnen“, laut das Argument der bayerischen Tierschützer. Bild: taxerhof.at
Kuhglocken: „Rein aus Tradition einem Tier das zuzumuten, ist völlig abzulehnen“, laut das Argument der bayerischen Tierschützer. Bild: taxerhof.at

Bayerische Tierschützer fordern eine Abschaffung von Kuhglocken und den Einsatz von GPS-Bändern zur Ortung der Kühe auf den Almen.

Der Deutsche Tierschutzbund in Bayern fordert eine Abschaffung der Kuhglocken. „Rein aus Tradition einem Tier so etwas zuzumuten, ist völlig abzulehnen“, sagte die Präsidentin des Landesverbands, Nicole Brühl. Die meisten Weideflächen seien ohnehin eingezäunt. Anstelle einer schweren und lauten Glocke könne man einer Kuh ein GPS-Band zur satellitengestützten Ortung umhängen.

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Bayerns Agrarminister Helmut Brunner (CSU) sieht dagegen kaum Handlungsbedarf: „Ich glaube, dass die Glocken keine Beeinträchtigung sind für die Kühe – weder vom Gewicht her noch vom Ton.“ Langfristig könnten auch Sensoren die Ortung der Tiere ermöglichen, räumte Brunner ein. „Das ist aber technisch noch nicht ausgereift und derzeit erst in der Erprobung.“

Auch die Tourismusgesellschaft Allgäu hält den Vorstoß der Tierschützer für überzogen. „Vielen Wanderern im Allgäu würde etwas fehlen“, sagte die Sprecherin Simone Zehnpfennig. „Die Kühe tragen die großen Glocken ohnehin nur maximal einen halben Tag beim Viehscheid. Und die kleinen Glocken tun keinem Tier weh.“
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