Starker Rückgang: Geschäftsreisen in Öst... Plus Artikel
 
Starker Rückgang

Geschäftsreisen in Österreich litten deutlich unter Corona

APA (dpa)/THEMENBILD

Starke Reisebeschränkungen aufgrund der Pandemie haben im Jahr 2021 für eine spürbare Delle bei Geschäftsreisen gesorgt.

Die Zahl der Auslandsreisen österreichischer Beschäftigter ging im Vergleich zum Vor-Coronajahr 2019 um knapp die Hälfte (- 48 Prozent) zurück. Bei Inlandsreisen war der Rückgang mit 35 Prozent etwas geringer, wie die Austrian Business Travel Association (ABTA) am Donnerstag mitteilte. Insgesamt habe es 2021 nur 4,7 Mio. Geschäftsreisen gegeben.

Das entspricht den Angaben zufolge einem Rückgang um 3,4 Mio. Reisen zwischen 2019 und 2021. Dementsprechend sanken auch die Reiseausgaben der Unternehmen drastisch. Für Flugtickets gaben Unternehmen 2021 um etwa eine Milliarde Euro und damit um 68 Prozent weniger aus als noch vor der Pandemie. Für die Fluglinien schlug sich das in einem um 14 Prozent niedrigeren Ticketerlös nieder. 


Deutlich weniger betroffen als Flugreisen waren geschäftliche Autofahrten. Diese verringerten sich nur um 23 Prozent, während die Zahl der Flugreisen um 63 Prozent einbrach. Im Mittelfeld lagen geschäftliche Bahnreisen, diese gingen um 40 Prozent zurück.

Bereits 2022 ging es bei den Geschäftsreisen wieder bergauf. Laut ABTA stieg die Zahl der geschäftlichen Reisen im zweiten Quartal 2022 um 91 Prozent und erhöhte sich im dritten Quartal nochmals um 49 Prozent (jeweils im Vergleich mit den Vorjahresquartalen). Davon profitierten auch die Airlines, die ihre Flugticketpreise im ersten Halbjahr 2022 im Schnitt um 18,5 Prozent erhöhten.

Für 2023 rechnet der ABTA-Präsident Roman Neumeister mit einem anhaltenden Aufwärtstrend. "Es gibt immer noch einen Nachholeffekt. Nach den Corona-Jahren hat sich ein großer Bedarf an physischen Meetings aufgebaut", so Neumeister.

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