Pleite für steirisches Skigebiet Plus Artikel
 

Pleite für steirisches Skigebiet

Дмитрий Азовский - stock.adobe.com
(Symbolbild)
(Symbolbild)

Die Pandemie und ein schneearmer Winter haben nun ein weiteres kleines Skigebiet in der Steiermark in die Insolvenz gezogen: Die Sonnberglift GmbH aus Wald am Schoberpaß (Bezirk Leoben) hat am Landesgericht Leoben ein Konkursverfahren eröffnet.

Der Betrieb mehrerer Schlepplifte, die vom Tal auf etwa 850 Meter über Meeresniveau auf knapp 1.200 Meter Seehöhe führen, war bereits in der Saison 2021/2022 eingestellt. Die Saison davor war von der Corona-Pandemie sowie einem schneearmen Winter geprägt, der durchaus auch auf die klimatischen Veränderungen zurückzuführen sein könnte. Das Skigebiet zählt jedenfalls zu jenen in niedrigen Lagen, die besonders von den Folgen der Erderwärmung betroffen sind.

Das Geld für Reparaturarbeiten in der Höhe von 300.000 Euro, die laut TÜV notwendig seien, könne nicht aufgebracht werden. Eine Sanierung des Unternehmens ist allerdings geplant. Knapp 20 Gläubiger sind von der Insolvenz betroffen, teilten am Mittwoch die Kreditschützer von AKV und KSV1870 mit. Die Passiva betragen rund 252.000 Euro, als Aktiva wurden die Lift- und Flutlichtanlage sowie diverse Gebäude genannt. Die Liegenschaft an sich ist nicht im Eigentum der Sonnberglift GmbH. Schon vor der Pandemie seien die Jahre "betriebswirtschaftlich sehr durchwachsen" gewesen, hieß es seitens des AKV. Die Bilanzen fielen nur teilweise positiv aus. Geplant ist eine Sanierung des Unternehmens, dessen Geschichte bis ins Jahr 1960 zurückreicht. Klappt diese aber unter Einbeziehung der Gesellschafter nicht, wird der Betrieb wohl verwertet werden. 

APA

stats