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Wenn Augustus auf Urlaub geht

APA/AFP
Viele Italiener zieht es an den Strand
Viele Italiener zieht es an den Strand

Italien rechnet heuer trotz steigender Corona-Infektionszahlen und hohen Benzinpreisen zu den "Ferien des Augustus" mit Rekordzahlen für den Inlandstourismus.

Leere Städte und volle Strände: Das Land fiebert dem Ferragosto bereits entgegen, dem Fest von Mariä Himmelfahrt und dem Höhepunkt der touristischen Saison im Stiefelstaat am kommenden Montag. Den "Ferien des Augustus", wie es im alten Rom hieß, haftet trotz der seit Jahren beschworenen Veränderung der Urlaubsgewohnheiten eine fast magische Bedeutung an.

14 Mio. italienische Touristen sind rund um Ferragosto auf Urlaub, im Gesamtmonat August sind es 22 Mio., wie aus Angaben des Handelsverbands Confcommercio hervorgeht. Der Tourismus generiert im Monat August einen Umsatz von 11 Mrd. Euro.

Die Hälfte der reisewilligen Italiener habe bereits die Großstädte verlassen oder werde das bald tun, um den Ferragosto in den Badeorten oder im Gebirge zu verbringen, berichteten italienische Medien. Experten rechnen mit einem "heißen Wochenende" – vor allem wegen des massiv verstärkten Straßenverkehrs.

Am beliebtesten bei den Urlaubern sind die deshalb auch mittlerweile ausgebuchten Badeorte, mit einigem Abstand dahinter folgen Berge, Kurorte, Seen, Hügel und Dörfer am Land. 61 % der Italiener entscheiden sich für einen Urlaub am Meer, 23 % erholen sich in den Bergen. 20 % entscheiden sich für Kulturstädte.

Das Phänomen der Massenflucht aus den Metropolen ist aber heuer weniger spürbar als in früheren Jahren. Ein Großteil der Geschäfte wird voraussichtlich auch über Ferragosto offenhalten. Wegen der immer noch angespannten Wirtschaftslage würden viele Kaufleute heuer im August auf die traditionellen zweiwöchigen Schließungen verzichten, berichten italienische Medien.

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