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Italien

Neue Pläne für Flughäfen

Nach Engpässen auf dem römischen Airport Fiumicino in den vergangenen Wochen arbeitet die italienische Regierung an einem groß angelegten Plan für die Modernisierung der Flughäfen in Italien.

Mehrere Milliarden Euro will das Kabinett locker machen, um einen Zusammenbruch des von zunehmenden Passagierzahlen belasteten Flughafennetzes in Italien zu verhindern. Allein seit Jahresbeginn ist die Passagierzahl an den italienischen Flughäfen um fünf Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum 2014 gewachsen. Auch in den Jahren der Krise hat die Zahl der Passagiere zugenommen. 2030 wird mit 170 Mio. Passagieren pro Jahr gerechnet, 2014 waren es noch 140 Mio.. Neben Rom Fiumicino benötigen auch die Flughäfen von Bergamo, Bologna, Florenz, Pisa und Catania dringend Infrastrukturmaßnahmen, mahnten Experten. Zu Engpässen kommt es immer wieder auch auf den Flughäfen Mailand Linate, Rom Ciampino und Neapel. Wichtig sei vor allem, die Bahnverbindungen zu den Flughäfen auszubauen, hieß es. Im Mai hatte ein Großbrand Teile des Terminals 3 in Rom Fiumicino zerstört, seitdem musste die Kapazität des Flughafens immer wieder reduziert werden. Alitalia erklärte, der Airline sei infolge des Feuers im Mai insgesamt ein Schaden von etwa 80 Mio. Euro entstanden. Geschäftsführer Silvano Cassano drohte der Betreibergesellschaft, dass die italienische Fluglinie auf Rom Fiumicino als Hauptquartier verzichten könnte, sollte der Airport nicht modernisiert und effizienter gestaltet werden. In den kommenden 20 Monaten werde das Kabinett von Premier Matteo Renzi 15 Mrd. Euro für Infrastrukturprojekte in ganz Italien locker machen, kündigte Infrastrukturminister Graziano Delrio am Sonntag an. Dabei soll vor allem auf EU-Fördergelder zurückgegriffen werden.
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