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Haselsteiner kauft Flughafen Klagenfurt

Das in Finanznöten steckende Bundesland Kärnten sucht dringend nach Kapitalquellen. Bild: klagenfurt.co.at
Das in Finanznöten steckende Bundesland Kärnten sucht dringend nach Kapitalquellen. Bild: klagenfurt.co.at

Für den sanierungsbedürftigen Flughafen Klagenfurt zeichnet sich nun eine neue Lösung ab. Ein Konsortium von Kärntner Wirtschaftstreibenden mit Hans Peter Haselsteiner an der Spitze will 74 Prozent des Flughafens übernehmen.

Diese Pläne gaben Landeshauptmann Peter Kaiser und Finanzreferentin Gabriele Schaunig (beide SPÖ) am Donnerstag bekannt. Der Flughafen Klagenfurt leidet ja nicht nur an Passagiermangel, sondern ist auch sanierungsbedürftig. Bis Ende 2016 muss die Landebahn erneuert werden. Der Kapitalbedarf wird mit 15 Millionen Euro beziffert. Allerdings haben die Eigentümer, Land Kärnten und Stadt Klagenfurt, nicht die nötigen Mittel. Zudem prüft die EU, ob die öffentliche Hand mit so einer Investition gegen das Wettbewerbsrecht verstößt.

Die Teilprivatisierung könnte die Probleme lösen. Das Land will die Sperrminorität von 26 Prozent am Flughafen behalten. Durch die Teilprivatisierung wird ein Erlös von bis zu zehn Millionen Euro erwartet. Der Kaufpreis würde dem Flughafen als Eigenkapital zufließen. Daraus und aus den Rücklagen könnten dann die Kosten von 15 Millionen Euro für die Sanierung der Landebahn finanziert werden.
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