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Pakt für einen starken Tourismus

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Die EU-Kommission fördert die Bestrebungen der Tourismusbranche, ihre Beschäftigten weiterzubilden und durch Umschulung neue Arbeitskräfte zu gewinnen.

Gemeinsam mit Unternehmen, Verbänden, Bildungsanbietern und Gewerkschaften will die EU-Kommission die Tourismus-Beschäftigen weiterbilden und umschulen. Ziel sei ein qualitativ hochwertiger Tourismus in der Union.

Mit Unterstützung der EU-Kommission haben die Tourismusbranche, europäische Tourismus-Dachverbände, Berufsbildungsanbieter und Gewerkschaften jetzt eine groß angelegte "Qualifizierungspartnerschaft für den Tourismus in der Europäischen Union" ins Leben gerufen. Wie die Brüsseler Kommission weiter berichtet, haben sich die Mitglieder der Partnerschaft auf spezifische Verpflichtungen und Indikatoren geeinigt, um die Beschäftigten im Tourismus in den kommenden Jahren beim Erwerb neuer Fähigkeiten zu unterstützen.

Eines der Ziele der Partnerschaft sei es, bis ins Jahr 2025 die Weiterbildungen und Umschulungen bei den Beschäftigten um 40 % und bei Arbeitslosen um 80 % zu steigern. Da der EU-Tourismussektor von der Corona-Pandemie schwer getroffen wurde, seien Investitionen in Qualifikationen nötig, damit die Branche wettbewerbsfähig bleibe. Zudem wolle man den digitalen und grünen Wandel im Tourismus ermöglichen.

"Als einer der am stärksten von der Pandemie betroffenen Sektoren haben kleine Tourismusunternehmen wertvolle Mitarbeiter verloren und werden durch einen Mangel an Arbeitskräften mit den richtigen Qualifikationen behindert", sagt Thierry Breton, EU-Kommissar für den Binnenmarkt. "Die Entwicklung der richtigen Qualifikationen erfordert Zusammenarbeit, daher kommt dieser Pakt zur rechten Zeit."

Für die kommenden Jahren sehe das Bündnis vor, die beschlossenen Verpflichtungen durch nationale oder regionale Qualifikationspartnerschaften vor Ort umzusetzen.

"In nie dagewesener Notlage"

"Die europäische Tourismusbranche sieht sich aufgrund der Pandemie einer noch nie dagewesenen Notlage gegenüber", ergänzt der EU-Kommissar für Beschäftigung und soziale Rechte, Nicolas Schmit. "Wir wollen unseren Unternehmen helfen, neue hochwertige Arbeitsplätze zu schaffen."

Nach Zusagen in sechs anderen Branchen ist diese Partnerschaft eine konkrete Umsetzung des "Pakts für Kompetenzen", einer der wichtigsten Initiativen der sogenannten "Europäischen Kompetenz-Agenda für nachhaltige Wettbewerbsfähigkeit, soziale Gerechtigkeit und Widerstandsfähigkeit". Seit dem Start des Pakts haben sich mehr als 500 Organisationen verpflichtet, insgesamt gut 1,5 Mio. Menschen in Europa weiterzubilden oder umzuschulen.

Dieser Artikel erschien zuerst auf fvw.de

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