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Pauschalreisen gewinnen wieder an Bedeutung

Eine Trendstudie von Corps Touristique Austria in Kooperation mit IMC FH Krems zum Reiseverhalten der Österreicher unterstreicht die große Reiselust im Land. Beratungsleistungen im Reisebüro sind gefragter als noch im Vorjahr.

Corps Touristique: Pauschalreisen gewinnen wieder an Bedeutung

Zur Präsentation der Studie fanden sich viele Touristiker und Journalisten im virtuellen Raum zusammen, und am Ende kam es zu einer lebhaften Diskussion über Reisen in Zeiten der Pandemie. Einig war man sich, dass die Sorgen unter den Menschen noch immer da sind, aber man auf Reisen keine Angst haben muss. 

Laut Studie, die Ende November mit 1.600 Teilnehmern - also aussagekräftig - durchgeführt wurde, planen heuer 83 % der Österreicher (ab 18 Jahre) eine private Reise, darunter 66 % eine Auslandsreise. Was sie vor allem von einer Reise abhalten könnte ist wenig überraschend die Corona-Lage (41,3 %), für Auslandsreisen trifft das sogar auf 52,1 % zu. 

Bei den Wunschreisezielen steht Italien deutlich an der Spitze, auf den Plätzen folgen Kroatien, Deutschland, Griechenland und Spanien. Einziges genanntes Fernreiseziel der interessantesten Destinationen 2022 ist Thailand. Fix eingeplant unter den Befragten sind vorwiegend Italien (15,1 %), Deutschland (10,2 %) und Kroatien (9,5 %). Die beliebteste Art des Auslandsurlaubs bleibt für die Österreicher nach wie vor der Strand- bzw. Badeaufenthalt. Dahinter folgt die Städtereise, die heuer wieder deutlich an Beliebtheit gewonnen hat und auch der Wellnessurlaub boomt. 

"Ebenso wie die Pauschalreisen", wie Corps Touristique-Präsident Branimir Toncinic ist seiner Präsentation betonte. Nur eine Pauschalreise kommt für 18,2 % der Befragten in Frage, für 38,6 % eine Pauschal- oder Individualreise. Der Zeitpunkt der geplanten Reisen konzentriert sich auf die Hauptreisezeit im Sommer, geht aber verstärkt auch in die Herbstsaison hinein: Die stärksten Reisemonate für Privatreisen ins Ausland sind 2022 voraussichtlich der August und der September.

My car is my castle

Das weiterhin beliebteste Reiseverkehrsmittel ist der PKW, allerdings gewinnt die Bahn dazu. Interessant: das Interesse an Alleinreisen ist gestiegen. 4-Sterne Hotels sind nach wie vor die beliebteste Unterkunftsart, gefolgt von Ferienwohnungen/Apartments und Privatunterkünften. Top-Hotel der Kategorie 5 Sterne und mehr haben im Vergleich zum Vorjahr ebenfalls dazugewonnen. 

Die Bedeutung des Besuchs von Reisemessen vor Ort zur Inspiration und Buchung ist stabil, allerdings auf relativ niedrigem Niveau - 2,9 % (sehr wichtig) bzw. 10,5 % (eher wichtig). Zurückgegangen ist hingegen das Interesse an virtuellen Veranstaltungen.

Menschen wollen mehr Beratung

Die Möglichkeit, sich zu erholen bzw. zu entspannen sowie dem Alltag zu entfliehen bzw. Stress abzubauen sind die wichtigsten Motive für Österreicher in ihren Urlaub. Die wesentlichsten Kriterien für die Wahl des Reiseziels sind Sauberkeit/Hygiene, Sicherheit und Wetter/Klima. An Bedeutung gewinnen die regionale Küche sowie die einzigartige Landschaft der jeweiligen Destination. Als wichtigste Informationsquelle gelten Empfehlungen von Freunden/Familie, gefolgt von Internetseiten der Anbieter (z. B. Hotels oder Fluglinien) sowie Reiseportale.

Buchungsplattformen sowie die direkte Buchung beim Anbieter bleiben die wichtigsten Kanäle für die Reisebuchung. Allerdings ist die persönliche Buchung im Reisebüro wieder wichtiger geworden (41,9 %). Der Zeitpunkt der Reisebuchung verändert sich dahingehend, dass längere Urlaube noch längerfristig (mindestens drei Monate im Voraus) und Kurzurlaube noch spontaner gebucht werden (maximal eine Woche bis einen Monat vor der Abreise). Das Reisebudget der Österreicher ist im Vergleich zum Vorjahr leicht gestiegen. 

Bei der Planung und Buchung der Reise werden auf alle Fälle eine Stornomöglichkeit und Corona-Maßnahmen der jeweiligen Destination vorausgesetzt. Die wichtigsten Maßnahmen, welche Reisende schließlich am Reiseziel selbst erwarten, sind Informationen zur aktuellen Situation, zu den Corona-Regelungen und -Richtlinien sowie der einfache Zugang zu Corona-Tests. Unwichtiger geworden sind hingegen Einschränkungen bezüglich Buffetservice sowie Wiederbelegung von Zimmern innerhalb von 72 Stunden. 

"Die Sorgen und Ängste in Bezug auf Auslandsreisen sind offensichtlich ein wenig kleiner geworden", so Toncinic. Keine Sicherheitswarnungen und Reiseeinschränkungen sind allerdings nach wie vor wichtige Kriterien für eine Rückkehr zum gewohnten Reiseverhalten. Nicht einfließen in die Befragung konnte natürlich die aktuelle Entwicklungen.

www.corps-touristique.at


Wichtige Ergebnisse der Trendstudie zum Download:

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