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Bergrettung fordert Geld von Tourismus

Bergrettung: Nicht nur ein Kampf ums Leben, sondern ebenso um die Finanzen. Bild: bergrettung-salzburg.at
Bergrettung: Nicht nur ein Kampf ums Leben, sondern ebenso um die Finanzen. Bild: bergrettung-salzburg.at

Alleine im Bundesland Tirol rückt die Bergrettung zu 2000 Einsätzen pro Jahr aus. Nicht selten müssen Touristen geborgen werden. Das geschieht ehrenamtlich und bringt die Retter an die Grenzen des Machbaren.

In diesem Hochsommer vollbringen Österreichs Bergretter wieder Höchstleistungen: Beinahe jeden zweiten Tag dieses Sommers lässt ein Mensch sein Leben in unseren Bergen. Alleine 2000 Mal rücken die Tiroler Bergretter jährlich zu Einsätzen aus. Die Bergretter arbeiten ehrenamtlich und sind auf Spenden und Zuwendungen angewiesen, um auch das arg strapazierte Material in Schuss zu halten.

Nun nimmt die Organisation die Touristiker in die Pflicht. Der Tourismus profitiert von den Bergen, und er wirbt auch damit. Immer mehr Gäste kommen deshalb. Das stellt die Bergrettung vor immer größere Herausforderungen und fordert deshalb mehr finanzielle Unterstützung. Die Idee wäre zum Beispiel ein Cent pro Nächtigung. Damit hätte die Bergrettung eine verlässliche Finanzierung. Bei 45 Millionen Nächtigungen in Tirol wäre das ein Zuschuss von 450.000 Euro. Das Budget der Bergrettung Tirol beträgt 3,2 Millionen Euro. 70 Prozent kommen von Mitgliedern und Förderbeiträgen. Manche Tourismusverbände sponsern mehr – und manche weniger.

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