ABTA Business Travel Lounge: Partnerscha... Plus Artikel
 
ABTA Business Travel Lounge

Partnerschaftliche Lösungen sind gefragt

Salzburger Flughafen GmbH
ABTA Business Travel Lounge in Salzburg mit (v. l.) Peter Tolinger (AX-Travel Management GmbH), Alexander Öppinger (ÖBB), Roman Neumeister (ABTA Präs.), Janine Kranz (Salzburger Flughafen) und Klaus Kretz (ABTA Vorstandsmitglied von der Europäischen RV).
ABTA Business Travel Lounge in Salzburg mit (v. l.) Peter Tolinger (AX-Travel Management GmbH), Alexander Öppinger (ÖBB), Roman Neumeister (ABTA Präs.), Janine Kranz (Salzburger Flughafen) und Klaus Kretz (ABTA Vorstandsmitglied von der Europäischen RV).

Zum zweiten Mal in diesem Jahr fand am Salzburger Flughafen eine ABTA Business Travel Lounge statt.

ABTA-Präsident Roman Neumeister und Janine Kranz (Marketing & Sales der Salzburger Flughafen GmbH) konnten dabei zahlreiche Travel Manager aus dem Raum Salzburg und Oberösterreich begrüßen.


Neumeister stellte den Teilnehmer:innen das zukünftige Verbandsprogramm sowie die neu gestaltete Homepage der ABTA vor. Gleichzeitig lud er die anwesenden Mitglieder zur regen Mitgestaltung des Programms ein. Dabei ersuchte er, vor allem den Erfahrungsaustausch und die interaktive Zusammenarbeit zwischen Firmen und Leistungsträgern in den neuen Fachausschüssen zu intensivieren. "Ich bin überzeugt, dass die Zukunft des Verbandes in der Findung gemeinschaftlicher partnerschaftlicher Lösungen zwischen Firmen und Suppliern liegt", betonte Neumeister.

Noch schneller von Wien nach Salzburg

Der erste Programmpunkt des Abends war eine Präsentation von DI Alexander Öppinger, Leiter Achsenmanagment Salzburg/Oberösterreich der ÖBB-Infrastruktur AG, über die geplante Neubaustrecke Köstendorf-Salzburg, die die Fahrzeit Wien-Salzburg noch weiter verkürzen würde.

"32 Prozent der Züge fahren auf rund zehn Prozent des österreichischen Schienennetzes, das ist eine ungeheure Dichte an Zügen. Die Weststrecke ist Teil des Rhein-Donau-Korridors und damit des transeuropäischen Netzes. 1989 zur Hochleistungsstrecke erklärt, wurde sie seither kontinuierlich ausgebaut", so Öppinger. In einigen Bereichen sei der viergleisige Ausbau fertig, wie zwischen Wien und Linz. Auf dieser Strecke habe man es schon geschafft, die Fahrzeit beträchtlich zu verkürzen, hier sei man mit der Bahn bereits schneller als mit dem Auto.

Langfristiges Ziel der geplanten Neubaustrecke Köstendorf-Salzburg sei mehr Platz und somit ein besseres Angebot für den Personen- und Güterverkehr zu schaffen sowie die Fahrzeit auf 2 Stunden und 15 Minuten zwischen Wien und Salzburg zu reduzieren (aktuell sind es 2 Stunden 22 Minuten).Das Projekt ist derzeit in „vertiefter“ Planung, Baubeginn ab 2026 möglich, Inbetriebnahme ab 2040 vorgesehen.

Neues Gastro-Konzept am Salzburg Airport

Janine Kranz stellte das neue Gastro-Konzept des Flughafens vor. Man habe die Zeit der Pandemie für Umbauarbeiten genützt, um den Gästen die Zeit am Flughafen angenehmer zu gestalten. So kann man jetzt im neuen "Relay"-Shop Zeitschriften, Bücher, Lottoscheine und notwendige Dinge fürs Reisen kaufen. Auch ein kleines Café ist im Shop integriert. Das "Marktcafé" hat man um 60 Plätze erweitert, es liegt jetzt nach dem "Security" Bereich. Eine kleine, aber feine Business Lounge mit 25 Sitzplätzen und tollem Blick auf das Vorfeld bietet ab 9 Uhr Frühstück und ab 11 Uhr Mittagessen. Die Öffnungszeiten richten sich weitgehend nach dem Flugplan. Die Lounge kann bei Bedarf um den VIP-Raum mit 20 Sitzplätzen erweitert werden. Auch die Dachterrasse mit der Lounge "Das Wolfgang" wurde ausgebaut, verfügt über Bar, Grillstation und ist jetzt auch indoor z.B. für Meetings benutzbar.

Die aktuellen Trends im Business Travel

Zum Schluss befragte Neumeister Peter Tolinger von AX-Travel Management  zu aktuellen Trends im Business Travel und den Auswirkungen der Coronakrise in seinem Unternehmen. Auf die persönliche Frage, wie oft er in diesem Jahr geflogen sei, antwortete Tolinger: „Viel zu wenig, nur neun Strecken. Mit unterschiedlichen Bedingungen, von Maske am Airport bis gar keine einschränkenden Maßnahmen." Zum Unternehmen meinte er, es habe ein Umdenken stattgefunden und bemerkt, dass es wichtiger sei, am Kunden zu sein und ihn zu "servicieren", als sich nur als Vermittler von Transportleistungen zu positionieren. In der Zeit der Pandemie habe man von den 330 Mitarbeitern rund ein Drittel verloren, seit Juli wurden aber wieder 25 neue Mitarbeiter eingestellt. Die Nachfrage nach Reisen sei wieder da.

Bei Geschäftsreisen blieb Tolinger mit seiner Einschätzung aber vorsichtig und finde eine Nachfrage von 70 bis 80 Prozent zu 2019 eher realistisch als die positiveren Ergebnisse so mancher Studie. "Es gibt einen Nachholbedarf, aber wir leiden unter der schlechten Planbarkeit. Das Volumen ist da, aber die Anforderungen an das Reisebüro haben sich geändert", erklärt Tolinger und nannte enorm viele Anfragen zu Umbuchungen und besonders Refundierungen als Beispiel. "Refundierungen sind zur Wissenschaft geworden. Das war früher ein Nebenprodukt", so Tolinger.

Man habe viele Lehren aus dieser Situation gezogen, und müsse daher die Geschäftsmodelle modifizieren. Auf die Frage nach dem hohen Stellenwert der TMC´s, die Neumeister durchaus gegeben sieht, antwortete Tolinger: "Der Bedarf an TMC´s ist trotz vieler Direktbuchungen nach wie vor groß, ihre Rolle unterscheidet sich jedoch deutlich zu der vorher. TMC´s müssen erkennen, was sie tun sollen und sich vom Vermittler zum Dienstleister und Berater entwickeln". Die Akzeptanz von Firmenseite sei in Österreich sehr schleppend und nannte als Gründe den extremen Kostendruck, die Inhalte (Welche Inhalte sehe ich als Käufer in welchem Vertriebskanal?), die zunehmende Bedeutung der Reisespesen, die Sicherheit, die "travel inconvenience" (viele Mitarbeiter wollen nicht mehr reisen) und das Thema Environmental Social Governance (ESG).

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