MSC, Carnival & Co: Diese neuen Cruise L... Plus Artikel
 
MSC, Carnival & Co

Diese neuen Cruise Liner stechen 2023 in See

MSC
Die MSC Euribia sticht 2023 erstmals in See.
Die MSC Euribia sticht 2023 erstmals in See.

Ein Expeditionsschiff mit zwei U-Booten, ein Ozeanriese mit einer großen Achterbahn und ein Luxus-Cruiser mit 270-Grad-Ausblick-Suiten: Das sind nur drei Blickfänger der neuen Kreuzfahrtschiffe 2023.

Die Kreuzschifffahrt erholt sich stark von der Pandemie-Krise. Immer mehr Schiffe kommen auf den Markt. Im kommenden Jahr schicken die Reedereien insgesamt elf neue Cruise Liner auf die Weltmeere, Flüsse und Fjorde. Darunter ein Schiff, was eine Passagieranzahl von der Größe einer Kleinstadt aufnehmen kann, mehrere Luxus-Cruiser und  Expeditionsschiffe. In der Antriebstechnologie setzt sich, auch das zeigt das Jahr, langsam die Nutzung von verflüssigtem Erdgas durch.

MSC Euribia

Noch liegt die MSC Euribia in der französischen Werft Chantiers de l'Atlantique und wird fertiggestellt. Im Juni 2023 soll das nach der MSC World Europa zweite von Flüssiggas angetriebene Schiff des Reederei-Riesen in See stechen. MSC nennt es dann das umweltfreundlichste Schiff seiner Flotte. Das Unternehmen verweist diesbezüglich auch auf die Landstromanschlüsse, dadurch sollen auch während der Liegezeit möglichst wenig Schadstoffe ausgestoßen werden.

Auch optisch hebt sich das Schiff von den anderen Cruise Linern des Unternehmens ab. Als erstes Schiff der MSC Flotte ist der Rumpf bemalt. Mit dem Motto #SaveTheSea wird ein Zeichen zum Schutz der Meere gesetzt.

Mit einer Länge von 331 Metern gehört der Neuling zu den Meeresgiganten der Ozeane und bietet Platz für maximal 6327 Reisegäste. Die Urlauber können aus insgesamt 2419 Kabinen auswählen, darunter Single-Kabinen bis hin zu Maisonette-Suiten mit eigenem Whirlpool.

Zum Entspannen laden fünf Poolbereiche ein, außerdem wird es Spa-Bereiche mit Sauna, Dampfbad, Massage und Whirlpool geben. Für Action und Spaß soll der Aquapark an Deck dienen, zusätzlich gibt es an der 112 Meter langen überdachten Promenade Shops sowie Restaurants und Bars.

Das neue Schiff wird zunächst in Kiel stationiert. Die erste Fahrt soll zur Ostseemetropole Kopenhagen und den norwegischen Fjorden in Hellesylt/Geirangerfjord, Alesund und Flaam gehen. Danach soll es nach Angaben von MSC Cruises über das Mittelmeer von Genua über Marseille nach Valencia und Barcelona fahren.

Celebrity Ascent

Laurent Castaing, Chef der Werft Chantiers de l'Atlantique (links), und Royal Caribbean-CEO Jason Liberty bei der Kiellegung der Celebrity Ascent.
Celebrity Cruises
Laurent Castaing, Chef der Werft Chantiers de l'Atlantique (links), und Royal Caribbean-CEO Jason Liberty bei der Kiellegung der Celebrity Ascent.
Im Dezember 2023 soll die Celebrity Ascent von der US-Reederei Celebrity Cruises, die zur Royal Caribbean Group gehört, zu ihrer ersten Reise starten. Die ersten Routen des Kreuzfahrtschiffs sollen durch die Karibik führen, mit bis zu 3260 Passagieren an Bord. Die Celebrity Ascent gehört zur sogenannten Edge-Klasse, was bedeutet, dass eine freischwebende Plattform an der Seite des Schiffes angebracht ist.

An Bord sollen unter anderem 32 Restaurants, Bars und Lounges für das leibliche Wohl der Reisenden sorgen. Zur Entspannung wird es Spa- sowie Fitness- und Poolbereiche geben. Auch für Unterhaltung ist auf mehreren Ebenen des Kreuzfahrtschiffes gesorgt – unter anderem mit einem Theater.

Carnival Jubilee

Neu auf den Markt kommt auch die Carnival Jubilee. Im Oktober 2023 soll das Schiff der US-Reederei Carnival ab Southampton zur Jungfernfahrt über den Atlantik nach Texas aufbrechen, dabei läuft das Schiff auf seiner 18-tägigen Reise die Häfen von Vigo, Las Palmas, Teneriffa, Funchal und Grand Turk an. Vom 18. November an geht es dann vom US-amerikanischen Heimathafen in Galveston in die Karibik.

Wie die zwei Schwesterschiffe Mardi Gras und Carnival Celebration wird die Carnival Jubilee LNG für den Antrieb nutzen. An Bord sollen auf den Touren dann etwa 5200 Reisegäste Platz haben.

Ein Highlight des Schiffes ist die sogenannte Bolt-Achterbahn auf dem Oberdeck. Die Urlauber können aus mehr als 20 Kabinenkategorien und Suiten wählen, außerdem soll ein Atrium über drei Decks an der Steuerbordseite des Schiffes einen schönen Blick über den Ozean ermöglichen.

Explora Journeys

Die Explora I von Explora Journeys.
Explora Journeys
Die Explora I von Explora Journeys.
Explora Journeys ist die neue Luxusmarke der MSC Group. Die 248 Meter lange Explora I mit 461 Balkonsuiten soll im Mai 2023 auf Expeditionsfahrt gehen. Die Explora I wird im ersten Jahr 138 Häfen in gut 40 Ländern ansteuern und eine 44-Nächte-Tour in Nordeuropa anbieten.

Havila Voyages

Die norwegische Reederei bringt die Havila Polaris im März 2023 auf den Markt. Mit Flüssigerdgas und einem Batteriesystem an Bord will die Reederei die umweltfreundlichsten Küstenschiffe der Welt betreiben. Die Kombination aus Elektro- und Verbrennungsmotor soll sie etwa 20 Prozent sparsamer machen und schon damit Emissionen reduzieren.

Norwegian Viva

Der Infinity Pool auf der Norwegian Viva.
Norwegian Cruise Line
Der Infinity Pool auf der Norwegian Viva.
Etwas später als geplant wird die Norwegian Viva der US-Reederei Norwegian Cruise Line in See stechen. Aufgrund von Lieferkettenproblemen soll es nun im August 2023 losgehen. Das Kreuzfahrtschiff, angetrieben von Dieselmotoren, wird zunächst im Mittelmeer eingesetzt, später soll es dann auch in die Karibik gehen.

Entgegen dem Trend zu immer größeren Schiffen fällt die Norwegian Viva kleiner aus. Die Tonnage wurde auf 142.500 BRZ reduziert mit Platz für 3250 Kreuzfahrtgäste. Trotzdem sind die Ausmaße der Inneneinrichtungen beeindruckend: Allein der Ocean Boulevard, der sich auf Deck 8 rund um das Schiff zieht, ist etwa 4000 Quadratmeter groß. Hier sind auch die unterschiedlichen Restaurants mit großem Innen- und Außenbereich untergebracht.

Was den Freizeitfaktor angeht, kann das Schiff mit den anderen Wettbewerbern locker mithalten. Neben dem Hauptpool und dem Aqua Park für Kinder gibt es noch eine Free-Fall-Trockenrutsche sowie eine Duellrutsche. Hinzu kommt die Outdoor-Rennstrecke, der fliegende Theatersimulator und die Escape Rooms.

Silver Nova

Deutlich weniger Reisegäste kann die Silver Nova aufnehmen. Das neue Luxus-Schiff der in Monaco sitzenden Luxus-Reederei Silversea Cruises bietet Platz für knapp 730 Reisegäste. Die Reederei, die zur Royal Caribbean Group gehört, bietet in dem Schiff Suiten mit einem 270-Grad-Ausblick und hält einen Butler-Service bereit. Das neue Flaggschiff konzentriert sich auf Kreuzfahrten im Mittelmeer, in der Karibik und rund um Mittelamerika, Nordeuropa und die Britischen Inseln. Es gibt acht Restaurants, dazu kommen Cafés und Bars, unter anderem eine sogenannte Open-Air-Skybar mit Panorama-Ausblick.

Die Silver Nova kombiniert einen LNG-Antrieb mit einem Brennstoffzellensystem und einer Batterietechnologie, dadurch soll es auch in Häfen vor Anker liegend emissionsfrei betrieben werden können.

Oceania Cruises / Regent Seven Seas Cruises

Die US-Reederei NCL bringt kommendes Jahr zwei Luxusschiffe für ihre Tochtergesellschaften Oceania und Regent Seven Seas Cruises auf den Markt. Die Oceania Vista soll im April auf Jungfernfahrt von Civitavecchia (Rom) nach Barcelona gehen, dann zunächst in Europa und später rund um die USA im Einsatz sein. Das Schiff ist für 1200 Reisegäste konzipiert.

Die Seven Seas Grandeur von Regent Seven Seas Cruises soll im November ihren Betrieb aufnehmen. 732 Reisegäste können aus 15 Suiten-Kategorie auswählen. Das Schiff soll zunächst in der Karibik und im Mittelmeer eingesetzt werden. Zudem stehen zwei Atlantiküberquerungen für das Jahr im Programm.

Swan Hellenic Diana

Die SH Diana soll im Jahr 2023 auf den Markt kommen.
Swan Hellenic
Die SH Diana soll im Jahr 2023 auf den Markt kommen.
In der Kategorie Expeditionsschiff ist die SH Diana unterwegs. Im Frühjahr 2023 soll das Schiff der britischen Kreuzfahrt-Reederei Swan Hellenic, dass bis zu 192 Reisegäste aufnehmen kann, auf große Fahrt gehen. Vom Antrieb her ist das Schiff mit einem dieselelektrischen 4,6-Megawatt-Hybridantriebssystem mit selektiver katalytischer Reduktion ausgestattet.

Ausblick wird bei dem Schiff großgeschrieben. Es gibt eine sogenannte Observation Lounge, weitläufige Außendecks und mehrere Aussichtspunkte, von denen Gäste auf ihrer Abenteuer-Kreuzfahrt alles wahrnehmen können. Beworben werden die Reisen auch mit dem Gourmet-Restaurant samt Michelin-Sterne-Köchen an Bord und dem Sauna-Bereich mit Jacuzzi sowie dem beheizten Outdoor-Pool.

Seabourn Pursuit

Die Seabourn Pursuit.
Seabourn
Die Seabourn Pursuit.
Ebenfalls zur Kategorie Expeditionsschiff gehört die Seabourn Pursuit. Vom Februar 2023 an legt das Luxus-Expeditionsschiff der Reederei Seabourn Cruise Line mit maximal 264 Reisegästen ab und steuert die ersten Zielgebiete Grönland, Island und Norwegen an. Die Reederei gehört zum US-Konzern Carnival.

An Deck finden im sogenannten Discovery Center sowie in mehreren Lounges Vorträge statt. Gleich sechs Gourmet-Restaurants mit unterschiedlichen kulinarischen Angeboten sowie ein Spa- und Fitnessbereich sollen dafür sorgen, dass Reisende zwischen ihren Abenteuern auch ausreichend Möglichkeiten zur Stärkung und Entspannung bekommen. Möglich sind zudem Fahrten mit dem U-Boot. Das Schiff hat zwei maßgefertigte U-Boote an Bord, mit denen Passagiere, die Unterwasserwelt erleben können.



Dieser Text erschien zuerst auf www.fvw.de.

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