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DCC in Brasilien ausgesetzt

Vor wenigen Tagen hat die Lufthansa Gruppe ihre Entscheidung bekannt gegeben, in ganz Brasilien die Einziehung der 16 Euro pro Flugticket im GDS auszusetzen.

Dies ist für die Lufthansa-Gruppe die erste von erwartungsgemäß mehreren folgenden juristischen Niederlagen hinsichtlich Distribution Cost Charge. Denn auch in vielen anderen Ländern sind Verfahren vor Gerichten, Behörden und auch vor der EU-Kommission im Gange, die sich erfolgversprechend gegen die Vorgangsweise der Lufthansa-Gruppe richten. Nach dieser ersten juristischen DCC-Niederlage steht LH-Vertriebsvorstand Jens Bischof vor einem Scherbenhaufen, der die Börse-Analysten interessieren wird: Einerseits hat sich für die Lufthansa-Gruppe das Risiko verschärft, dass die DCC weltweit rechtlich wie faktisch nicht umsetzbar ist. Andererseits sind durch die – überfallsartige, wettbewerbsverzerrende, jeden Tarifvergleich erschwerende sowie technisch unausgegorene – DCC viele wichtige Umsatzbringer zornig. Konsumenten, Firmenkunden und Reisebüros werden dies in ihre Airline-Auswahlkriterien in den aktuell entscheidenden Wochen sicherlich einfließen lassen. 
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