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Ergebnis könnte bald stehen

APA/AFP
Die Privatisierung des Alitalia-Nachfolgers geht in die Zielgerade.
Die Privatisierung des Alitalia-Nachfolgers geht in die Zielgerade.

Im Ringen um die Privatisierung der italienischen Staatsairline ITA Airways will die nur noch geschäftsführende Regierung Insidern zufolge vor der Neuwahl in Italien zu einem Ergebnis kommen. Die Lufthansa will zusammen mit der Schweizer Reederei MSC einen Mehrheitsanteil an ITA von 80 %  übernehmen.

Der bevorzugte Bieter der zwei um ITA werbenden Gruppen – neben Lufthansa/MSC noch der US-Finanzinvestor Certaris mit den Airlines Delta und Air France-KLM im Hintergrund – solle bis Ende dieses Monats ausgewählt werden, sagten drei mit den Vorgängen Vertraute der Nachrichtenagentur Reuters am Montag. In dem seit Anfang des Jahres laufenden Prozess hatte die italienische Regierung die Interessenten zuletzt zu verbesserten Angeboten aufgefordert, die bis Montag um 24:00 Uhr vorgelegt wurden.

Einem Lufthansa-Sprecher zufolge hätte es einen neuen Vorschlag gegeben. Zum Inhalt wollte er sich nicht äußern. Einem der Insider zufolge bieten Lufthansa und MSC an, einen 80 %-Anteil für 850 bis 900 Mio. Euro zu übernehmen. MSC würde von dem Paket das Groß von 60 Prozentpunkten kaufen, der Lufthansa-Konzern den Rest. Eine Rolle spielt, wie viel Einfluss der Staat auf die Airline behält. Die Offerte von Certaris für nur 60 % Beteiligung zum Preis von 600 Mio. Euro würde der Regierung ein Vetorecht etwa zu strategischen Fragen sichern, sagte ein Vierter mit Kenntnis der Pläne.

Die bald abtretende Regierung unter Ministerpräsident Mario Draghi wolle dann eine Einigung mit dem Käufer bis 10. September erreichen, erklärten die Insider weiter. Am 25. September sind in Italien Neuwahlen. Daher ist offen, ob die künftige Regierung die Privatisierung der Alitalia-Nachfolgegesellschaft mittragen wird.

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