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Weitere dutzend Flüge gestrichen

Heorshe - stock.adobe.com

Eurowings streicht noch mehr Flüge als bisher angekündigt. Aufgrund der Personalengpässe beim Bodenpersonal an Flughäfen, aber auch wegen steigender Krankheitsfälle unter Crews müssten in den kommenden Tagen kurzfristig weitere Flüge aus dem System genommen werden.

Dem Ferienflieger machten derzeit steigende Zahlen von Corona-Erkrankungen des Flugpersonals zu schaffen. Die Ausfälle überträfen die Personalreserven. Am Dienstag und Mittwoch fielen rund 40 Flüge von täglich rund 500 aus, ergänzte ein Eurowings-Sprecher. Betroffen seien vor allem die beiden größten Abflugorte Düsseldorf und Köln-Bonn. "Wir gehen davon aus, die Lage dadurch bis Ende Juni stabilisieren zu können."

Eurowings sagt wie die Lufthansa oder Easyjet Flüge ab, um Chaos zur Hauptreisezeit zu verhindern. Kürzlich hieß es, Eurowings werde hunderte Flüge in Deutschland und Europa im Juli streichen. Nach dem massiven Stellenschwund in den vergangenen zwei Jahren Coronakrise hält der Personalaufbau mit der starken Nachfrageerholung im Luftverkehr nicht Schritt. Das führt zu Engpässen beim Check-in, Sicherheitskontrollen und Gepäckabfertigung. Die nächste Zerreißprobe steht mit dem Beginn der Sommerferien im bevölkerungsreichsten deutschen Bundesland Nordrhein-Westfalen am kommenden Wochenende bevor.

Die deutsche Regierung und Luftfahrtverbände arbeiten an Gegenmaßnahmen. So soll die Sicherheitsfreigabe für Flughafenbeschäftigte beschleunigt oder ausgebildetes Personal aus der Türkei angeheuert werden. "Der akute Personalmangel ist selbstverschuldet", erklärte der Chef der Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC), Stefan Herth. Die Unternehmen hätten die Pandemie als Vorwand genutzt, Stellen abzubauen und Arbeitsbedingungen zu verschlechtern. Jetzt habe die Branche insgesamt für Arbeitnehmer an Attraktivität verloren. Die VC forderte eine konzertierte Aktion, an der neben Politik und Unternehmen auch die Gewerkschaften beteiligt werden, um die Probleme anzugehen.

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