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Olympioniken rodeln einmal anders

Die österreichischen Profis des Eiskanals verbrachten einen Skitag am Wilden Kaiser und erkundeten das reiche Wintersportangebot der Region.

Olympioniken rodeln einmal anders

Nach Monaten harten Trainings, Wochen der Isolation und dem sportlichen Höhepunkt, den Olympischen Spielen in Peking, luden der TVB Wilder Kaiser und die SkiWelt Wilder Kaiser - Brixental, die Olympia-Teilnehmer zu einem gemeinsamen Ski-, Snowboard- und Rodeltag rund um den Wilden Kaiser – mit ebensolchem Wetter – ein.

Eine Rodelpartie, bei der es weder um die Bestzeit noch um Medaillen, sondern nur ums Vergnügen ging – das haben sich Madeleine Egle, Wolfgang Kindl, Lorenz Koller und Co. mehr als verdient. Die olympischen Medaillengewinner waren gemeinsam mit dem Team aus den Reihen des Heeres-Leistungssportzentrums Innsbruck einen Tag zu Gast – die Rodelpartie war dabei nur der krönende Abschluss eines absolut gelungenen Skitags durch die Region.

Formidabler Wintersporttag

Gestartet ist die 13-köpfige Gruppe in Söll: Während so mancher noch Skiausrüstung beim Sportgeschäft Edinger in der Talstation ausleihen ging, stärkte sich der Rest gleich nebenan beim berühmten Söller Dorfbäck für den bevorstehenden Skitag. Nach einer kurzen Begrüßung durch Tourismusverband und die SkiWelt Söll, ging‘s mit den zur Verfügung gestellten Tickets hinauf auf die Hohe Salve. Dabei sorgte nicht nur der 360-Grad-Ausblick für Begeisterung; schnell hatten sich alle auf das für sie selten genutzte Sportgerät – für viele war es der erste Skitag der Saison – eingestellt und los ging die Tour.

„Während Training und Wettbewerben bleibt uns keine Zeit zum Skifahren oder Snowboarden. Insofern ist das für uns wirklich ein Highlight, jetzt wo die Saison zu Ende ist, im Skigebiet unterwegs zu sein“, sagt etwa Medaillen-Gewinnerin Madeleine Egle, die bei den Olympischen Spielen in Peking gemeinsam mit ihren ebenfalls anwesenden Teamkollegen Wolfgang Kindl und Lorenz Koller (und natürlich Thomas Steu, der beim Skitag leider nicht dabei sein konnte) Silber im Team beim Rodeln geholt hat.

Von der Hohen Salve ging es dann weiter Richtung Scheffau, wo auf der Tanzbodenalm ein gemeinsames Mittagessen am Programm stand: Kaspressknödel, Schnitzel, Kaiserschmarren und Co. haben die nötige Energie für den Nachmittag geliefert. „Seit wir aus Peking zurück sind, haben wir durchgehend sehr viele Termine. Dass wir uns heute mal um gar nichts kümmern müssen und den Tag auf der Piste einfach nur genießen können, ist wirklich ein Traum“, findet Lorenz Koller, der mit seinem Partner Thomas Steu in Peking im Doppelsitzer Bewerb Bronze gewonnen hat, lobende Worte für die Gastgeber.

Per Tandemflug ins Tal

Genussvoll ging‘s nach dem Mittagessen weiter – gemeinsam fuhr die lustige Truppe nach Ellmau, wo bis auf Olympia Silber-Medaillen-Gewinner Wolfgang Kindl und Franz Loidhold alle ins Tal abfuhren. Die beiden hatten sich nämlich für einen anderen „Weg“ hinunter entschieden: Sie flogen im Tandem mit dem Paragleitschirm nach Going, wo sie absolut pünktlich wieder zum Rest der Gruppe stießen, um dort noch gemeinsam die letzte Abfahrt, die alle mit den Rodeln, die vor Ort bei Going Sport an der Talstation geliehen wurden, absolviert haben. 

Dass die Profis normal schärfere Kufen und eisigere Bahnen gewöhnt sind, tat dem Spaß (und dem Ehrgeiz) keinen Abbruch – im Gegenteil. Nach so manchem frechen Überholmanöver, dem einen oder anderen „Ausritt“ von der „Ideallinie“ und sehr viel Gelächter, schaffte es Bobfahrer Benjamin Maier als erster ins Ziel. Die Goinger Rodelbahn trägt also ab sofort das Prädikat „Olympioniken-geprüft“.

(red)

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