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Viel geschafft und noch viel vor

Der Roundtable Human Rights in Tourism feiert Jubiläum

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(Symbolbild)
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Seit zehn Jahren kämpft der non-profit Verein für Menschenrechte im Tourismus. Erst unlängst konnten drei neue Mitglieder gewonnen werden, darunter auch die DER Touristik Group.

2012 wurde der Roundtable Human Rights gegründet und hat sich seither zur wichtigsten Multi-Stakeholder-Initiative der Branche entwickelt, mit dem Ziel die Bedeutung der Menschenrechte im Tourismus hervorzuheben und diese zu wahren.

Denn die Menschenrechte entlang der gesamten Leistungskette zu achten, ist die Verantwortung aller Unternehmen, wie der Roundtable zum Internationalen Tag der Menschenrechte am 10. Dezember betonte. Dazu gehört neben der Zahlung existenzsichernder Einkommen auch der Schutz von Kindern vor Ausbeutung und der schonende Umgang mit lokalen Ressourcen, wie Wasser, Energie und Land. 


Gerade mit Blick auf die kleinteilige und oft internationale touristische Lieferkette, die zahlreiche Risiken für Rechteinhaber birgt, braucht es ein sektorspezifisches Netzwerk wie den Roundtable Human Rights in Tourism. Was vor 10 Jahren als lose Austauschplattform einiger Reiseveranstalter und Nichtregierungsorganisationen zur Umsetzung der UN-Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte begann, ist heute mit 35 Mitgliedern aus sechs europäischen Ländern die größte Multi-Stakeholder Initiative für Menschenrechte im Tourismus.

Seit dem 1. November sind die Non-Profit Plattform „give & grow“ sowie die renommierte Ludwig-Maximilian-Universität München mit ihrem Department für Geographie an Bord. Der Roundtable darf außerdem ab dem 1. Jänner 2023 die DER Touristik Group als bisher größtes Mitglied begrüßen. Der weltweit agierende Veranstalter mit mehr als 8.000 Mitarbeitenden setzt damit ein entscheidendes Zeichen an die Branche: „Tourismus ist ein people’s business“, erklärt Tony Reyhanloo, Corporate Responsibility Manager bei DER Touristik. „Als Branche müssen wir gemeinsam an Lösungen arbeiten. Aus diesem Grund lade ich alle Unternehmen und Organisationen ein, unsere Kräfte zu bündeln – gemeinsam sind wir stark!“

Für die nächsten zehn Jahre möchte der Verein weitere Mitglieder aus der Wirtschaft und Zivilgesellschaft begrüßen, um die Reichweite der Aktivitäten und vor allem deren Wirkung in den Destinationen und für die Menschen vor Ort zu erhöhen, wie Antje Monshausen von Tourism Watch bei Brot für die Welt und Vorsitzende des Roundtable betont. "Nur wo Unternehmen Menschenrechte achten, kann der Tourismus einen Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung leisten“, sagt sie abschließend. 

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