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Industrie forciert Landstromanschlüsse

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Rund zehn Prozent an Emissionen entstehen in den Häfen. Landstromanschlüsse würden die Umweltauswirkungen maßgeblich senken, so die Branche.
Rund zehn Prozent an Emissionen entstehen in den Häfen. Landstromanschlüsse würden die Umweltauswirkungen maßgeblich senken, so die Branche.

Die Kreuzfahrtindustrie will ihre Flotten forciert mit Landstromananschlüssen versehen.

"Bereits heute sind 35 % der globalen Kapazität an Kreuzfahrtschiffen mit Landstromanschlüssen ausgestattet", heißt es in einer Mitteilung des Branchenverbandes Clia Deutschland vom Montag in Hamburg. "Innerhalb der nächsten fünf Jahre werden es zwei Drittel sein. Mehr als 80 % aller Neubauten verfügen bereits ab Indienststellung über Landstromanschlüsse."

Landstrom gilt als wichtiger Baustein auf dem Weg zur Klimaneutralität in der Schifffahrt sowie für reinere Luft an den Hafenstandorten. Bisher lassen viele Seeschiffe im Hafen ihre Motoren weiter laufen, um sich mit Strom zu versorgen - mit entsprechenden Abgasen und CO2-Emissionen. Der Ausstoß im Hafen kann laut Clia allein "zwischen sechs und zehn Prozent der gesamten CO2-Emissionen eines Kreuzfahrtschiffes ausmachen". Bei großen Schiffen werden nach früheren Angaben des deutschen Wirtschaftsministeriums Leistungen in der Größenordnung zwischen 4 und 16 Megawatt abgerufen, was etwa dem Strombedarf kleinerer Städte entspreche.

Die Branche beklagt, dass aktuell weltweit weiterhin nur weniger als 20 Häfen Landstrom für große Kreuzfahrtschiffe anböten. In Deutschland sind dies zur Zeit Hamburg, Kiel und Rostock. Allerdings bauten nur nicht die deutschen Häfen ihre Landstromkapazitäten weiter aus, hebt Clia hervor. Auch in anderen Ländern, zum Beispiel im Mittelmeerraum, seien große Investitionen geplant, um den Ausbau voranzubringen. "Im Rahmen des Fit-for-55-Programms der EU müssen alle wichtigen Häfen in der Europäischen Union bis 2030 eine Landstromversorgung einrichten", hieß es.

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