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Erste mehrjährige Lieferverträge

Air France-KLM verpflichtet sich langfristig zu SAF

Air France KLM, GettyImages

Air France-KLM hat zwei verbindliche Mehrjahresverträge mit den SAF-Anbietern Neste und DG Fuels über ein Gesamtvolumen von 1,6 Millionen Tonnen unterzeichnet. Diese Verträge sollen rund 3 des 10 Prozent-SAF-Eingliederungsziel der Airline bis 2030 abdecken.

Air France-KLM hat den ersten langfristigen Liefervertrag unterzeichnet, um den SAF-Bedarf der Airline für die kommenden Jahre zu decken. Die Vereinbarungen umfassen die Lieferung eines Gesamtvolumens von 1,6 Millionen Tonnen nachhaltigem Flugkraftstoff zwischen 2023 und 2036, wodurch 4,7 Millionen Tonnen CO2-Emissionen auf Basis des gesamten Lebenszyklus im Vergleich zu fossilen Kraftstoffen vermieden werden.

Neste beliefert Air France-KLM mit einer Million Tonnen SAF im Zeitraum 2023 bis 2030. DG Fuels mit 600.000 Tonnen im Zeitraum 2027 bis 2036. Weitere Lieferanten sollen folgen, um ein diversifiziertes Netzwerk aufzubauen.


Zum Ziel hat Air France die CO2-Umweltauswirkungen pro Passagier/km bis 2030 um 30 Prozent im Vergleich zu 2019 zu verringern. Der Dekarbonisierungspfad berücksichtigt neben Flottenerneuerung und Eco-Piloting die Einbeziehung von 10 Prozent SAF bis 2030. Diese Verträge stellen einen ersten Schritt der Gruppe dar, um ihre 10 Prozent-SAF-Inkorporationsziele bis 2030 zu erreichen, und werden ungefähr 3 der 10-Prozent-SAF-Anforderungen abdecken.

Netto-Null bis 2050

Die Bemühungen werden in den kommenden Jahren durch zusätzliche Umweltverpflichtungen verstärkt (neue SAF-Verträge, F&E zu E-Fuels oder Wasserstoff, Direct Air Carbon Capture and Storage (DACCS) usw.). Globales Ziel sind Null-Netto-Emissionen bis 2050.

„Die Dekarbonisierung ist die größte Herausforderung, der sich die Luftfahrtindustrie je gestellt hat. Air France-KLM aktiviert alle verfügbaren Hebel, um ihre Umweltauswirkungen zu reduzieren: Flottenerneuerung, Eco-Piloting und die verstärkte Verwendung zertifizierter nachhaltiger Flugkraftstoffe“, sagte Benjamin Smith, CEO von Air France-KLM.

„Die von uns unterzeichneten Verträge verkörpern unser langfristiges Engagement für die Entwicklung von SAF-Produktionskapazitäten auf der ganzen Welt zum Nutzen der Branche als Ganzes. Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit Neste und DG Fuels, mit denen wir solide Partnerschaften aufgebaut haben, die den Weg für die Schaffung eines globalen Netzwerks von Anbietern ebnen werden, die in der Lage sind, unsere zukünftigen Anforderungen zu erfüllen.“

Nachhaltiger Flugtreibstoff

Nachhaltige Flugkraftstoffe sind neben der Reduzierung des Kraftstoffverbrauchs eine der vielversprechendsten Möglichkeiten zur Reduzierung der CO2-Emissionen in der Luftfahrtindustrie. SAF kann die CO2-Emissionen auf Lebenszyklusbasis um durchschnittlich 80 % im Vergleich zu herkömmlichem Kraftstoff reduzieren und erfordert keine Motormodifikationen. Die aktuelle Generation von SAF kann aus gebrauchtem Speiseöl, Abfall sowie land- und forstwirtschaftlichen Reststoffen hergestellt werden. In Zukunft werden auch synthetische nachhaltige Flugkraftstoffe verfügbar sein, die aus Wasserstoff und abgeschiedenem Kohlenstoff hergestellt werden.

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