Booking.com: Reisen steht für Inklusion Plus Artikel
 
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Reisen steht für Inklusion

Booking.com/Franziska und Tom Werner

Der Begriff „Reise“ und alles, was dazu gehört, sollte für positive Erfahrungen, Abenteuer und Freude stehen. Doch für viele LGBTQ+ Reisende aus der ganzen Welt zeichnet die Realität oft ein ganz anderes Bild ab.

Laut einer Umfrage von Booking.com haben 82% der LGBTQ+ Reisenden keine positiven oder sogar unangenehme Erfahrungen auf Reisen gemacht. 64% gaben sogar an, dass sie bei Reisen ihre Sicherheit und ihr Wohlergehen in Betracht ziehen müssen. Die Studie beleuchtet die Sorgen und Reisepräferenzen sowie vergangene Aufenthaltserfahrungen, aktuelle Realitäten und Hoffnungen auf eine inklusivere Zukunft der LGBTQ+-Community.

„Wir bei Booking.com glauben, dass alle die Welt erleben können sollten, wie sie sind, ohne Ausnahme“, sagt Arjan Dijk, CMO und Senior Vice President bei Booking.com. „Von der Erholungsreise bis hin zum Kennenlernen verschiedener Kulturen wollen Reisende aus der LGBTQ+ Community letztendlich dasselbe wie alle anderen, wenn es ums Reisen geht. Die Branche muss positive Erfahrungen zur Norm für alle machen – egal, wen sie lieben, wie sie sich identifizieren oder woher sie kommen. Als schwuler Reisender sah ich mich selbst mit Hindernissen bei Reisen und Diskriminierung konfrontiert, habe im Laufe der Jahre aber auch positive Veränderungen erlebt. Indem wir Maßnahmen zur Schaffung einer inklusiveren Branche ergreifen, hoffen wir, die Voraussetzungen für umfassendere Veränderungen zu schaffen, die die Reisequalität für alle erhöhen.“ 

Die aktuelle Realität von LGBTQ+ Reisen

Die Studie zeigt die immer noch bestehenden Hindernisse für inklusive Reisen für LGBTQ+ Reisende auf, hebt aber auch hervor, dass das Reisen vom Prinzip her und in der Praxis manchmal zwei verschiedene Dinge für die Community sind. Für die Hälfte (52%) der LGBTQ+ Reisenden bieten Reisen eine Zeit der geistigen und körperlichen Erholung. Tatsache ist aber auch, dass es eine Reihe zusätzlicher Überlegungen bezüglich aller Aspekte des Reisens gibt, an die Personen außerhalb der Community wahrscheinlich nie denken müssen.  

Mehr als die Hälfte (55%) der LGBTQ+ Reisenden haben auf ihren Reisen Diskriminierung erfahren, sei es durch Stereotypisierung (28%) oder durch Anstarren, Auslachen oder verbalem Missbrauch von anderen Reisenden (18%) und/oder durch Einheimische (17%). So ist es nicht verwunderlich, dass sich das Reisen für LGBTQ+ Reisende viel komplexer gestaltet, angefangen von der Wahl eines Reiseziels bis hin zu den Aktivitäten, an denen sie teilnehmen: 60% der LGBTQ+ Reisenden sagen, dass die Community-Zugehörigkeit ihre Entscheidungen bei der Reiseplanung beeinflusst.

Bei der Auswahl eines Reiseziels z.B.: berichten 64%, dass sie als LGBTQ+ Reisende an ihre Sicherheit und ihr Wohlergehen denken müssen. Dies trifft am stärksten auf Reisende zu, die sich als schwul oder lesbisch (74%) oder queer (75%) identifizieren. Mehr als die Hälfte (51%) der LGBTQ+ Community geben an, dass ihre Zugehörigkeit zur Community die Wahl ihrer Wunschreiseziele beeinflusst. Laut 58% der Befragten hat ihre Zugehörigkeit zur LGBTQ+ Community auch Einfluss darauf, mit wem sie reisen. 55% geben an, dass sich dies auf die Aktivitäten auswirkt, an denen sie auf ihrer Reise teilnehmen. 

Hoffnungsvolle Anzeichen für Fortschritt und Positivität

Neben den vielen Herausforderungen für eine inklusive Reise für LGBTQ+ Reisende gibt es aber auch signifikante Bereiche, in denen Reisende positive Interaktionen und Erfahrungen haben. 85% der LGBTQ+ Reisenden geben an, dass sie sich bei den meisten ihrer bisherigen Reiseerfahrungen willkommen gefühlt haben. Dem stimmen schwule und lesbische Reisende am häufigsten zu (90%). 

Positiv stimmt auch, dass mehr als sechs von zehn Reisenden (62%) berichten, dass ihnen ihre Zugehörigkeit zur LGBTQ+ Community mehr Selbstbewusstsein auf Reisen gibt. Dabei sagen 84%, dass sie das Selbstvertrauen haben, ihre Wunschreiseziele zu besuchen. Schwule und lesbische Reisende sind hier am zuversichtlichsten (87%), gefolgt von bisexuellen Reisenden (86%).

25% geben an, dass sie vor der Ankunft in ihrer Unterkunft eine freundliche und informative Kommunikation mit der Unterkunft hatten. Etwas mehr als ein Viertel (26%) haben während ihres Aufenthalts auch Ratschläge sowie Informationen zur Umgebung erhalten. Der erste Eindruck bei der Anreise ist ausschlaggebend und glücklicherweise hat dies zu einem positiven Erlebnis für fast ein Drittel (31%) von LGBTQ+ Reisenden geführt, die sagen, sie hätten bei der Ankunft einen sehr guten ersten Eindruck erlebt, wie Begrüßungsgetränke oder freundliches Personal. 

Besonders wichtig ist auch die Community am Zielort

Die Untersuchungen zeigen auch, dass die LGBTQ+ Community am Reiseziel die Entscheidungen vieler LGBTQ+ Reisenden maßgebend beeinflusst und auch der Wunsch, zu erleben, was diese Community alles zu bieten hat, spiegelt sich in den Ergebnissen wider: 60% der LGBTQ+ Reisenden reisen eher zu einem Ziel, an dem die LGBTQ+ Community und deren Geschichte Zustimmung erfährt. Mehr als die Hälfte (56%) wählen häufiger Reisen aus, die es ihnen ermöglichen, mehr über die historischen Aspekte der LGBTQ+ Community an ihrem Reiseziel zu erfahren.

LGBTQ+ Reisende suchen Anschluss an die LGBTQ+ Community, um ihre Reiseerfahrungen zu bereichern, achten aber auch auf Marken, die die Community unterstützen und anerkennen, wobei mehr als die Hälfte der LGBTQ+ Reisenden (55%) eher Attraktionen oder Aktivitäten wählen, die auf die LGBTQ+ Community zugeschnitten sind. Die gleiche Anzahl (55%) informiert sich vor der Buchung gezielt über Unterkünfte, Marken und Erfahrungen und welche Rolle sie bei der Unterstützung der LGBTQ+ Community spielen. Dies führt dazu, dass die Mehrheit (64%) eher bei Marken bucht, die sich um die Community bemühen. 

Ein inklusiveres Reiseerlebnis für alle

Obwohl sich Positivität und Fortschritt im Bereich LGBTQ+ Reisen insgesamt weiter entwickeln, besteht für die Branche nach wie vor ein echtes Bedürfnis – und eine Chance –, das Reiseerlebnis für LGBTQ+ Reisende und damit letztlich für alle positiver, inklusiver und ganzheitlicher zu gestalten. Die Ergebnisse der Befragung unter LGBTQ+ Reisenden darüber, was sie von Reiseunternehmen erwarten, bieten echte Denkanstöße: 37% wünschen sich maßgeschneiderte Empfehlungen für ihre Präferenzen und Interessen. 31% wünschen sich zusätzliche Informationen über die LGBTQ+ Situation vor Ort, einschließlich örtlicher Gesetze, religiöser Gepflogenheiten, Kleidungsvorschriften und Statistiken über Hasskriminalität gegen LGBTQ+ Menschen. Drei von 10 (30%) wünschen sich Filter, um nach Unterkünften zu suchen, die ein positives Erlebnis für LGBTQ+ Reisende bieten, besonders wünschen sich dies Reisende aus Brasilien (40%), Neuseeland, USA und Vietnam (alle 39%). 

Training für mehr Inklusion

Booking.com hat im August 2021 das Programm Proud Hospitality Training gestartet, das weltweit auf Englisch und Französisch für Unterkunftspartner verfügbar ist und auch bald auf Deutsch und Spanisch verfügbar sein wird. Auf der Plattform sind aktuell mehr als 10.000 Proud Certified-Unterkünfte in 95 Ländern und Gebieten, darunter über 700 Unterkünfte in Deutschland. 

Das Ziel der 75-minütigen Proud Hospitality Online-Training-Session (entwickelt in Partnerschaft mit HospitableMe) besteht darin, Fachleute im Gastgewerbe dabei zu unterstützen, die Herausforderungen und Hindernisse zu verstehen, denen die LGBTQ+ Community beim Reisen gegenübersteht, und ihnen praktische Fertigkeiten und Techniken zur Verfügung zu stellen, die sie sofort in die Praxis umsetzen können. Das Training steht allen Booking.com-Partnerunterkünften weltweit kostenlos zur Verfügung und beinhaltet den Zugang zu zusätzlichen Ressourcen, wie z.B. ein Travel Proud-Toolkit, das Proud Certified-Unterkünfte allen Mitarbeitern mit Gästekontakt zur Verfügung stellen sollten. Auf diese Weise können sie Fragen sicher beantworten und ihren LGBTQ+ Reisenden eine noch positivere Reiseerfahrung bieten. 

Nach Abschluss des Online-Kurses - und der Verpflichtung, eine inklusivere Reiseerfahrung zu bieten - erhalten Proud Certified-Partnerunterkünfte eine Travel Proud-Kennzeichnung auf ihrer Unterkunftsseite, um potenziellen Gästen zu zeigen, dass sie auf ein positives Erlebnis vertrauen können. So wird LGBTQ+ Reisenden Sicherheit gegeben, dass die Unterkünfte, die sie auswählen, sich verpflichtet haben, eine inklusivere Gastfreundschaft zu ihrem Standard zu machen. Eine Auswahl an Städten mit vielen Proud Certified-Unterkünften wird auf einer eigens erstellten Travel Proud-Seite vorgestellt, auf der Reisende mehr über die Initiative erfahren und Proud Certified-Unterkünfte finden und buchen können.

Die Umfrage wurde von Booking.com in Auftrag gegeben und unabhängig unter einer Stichprobe von 5.514 LGBTQ+ Reisenden aus Argentinien (100), Australien (300), Belgien (100), Brasilien (250), Kanada (402), Kolumbien (150), Kroatien (101), Dänemark (100), Frankreich (500), Deutschland (502), Hongkong (100), Indien (201), Israel (101), Italien (300), Japan (200), Mexiko (151), Niederlande (250), Neuseeland (100), Spanien (200), Schweden (102), Taiwan (100), Thailand (100), Vereinigtes Königreich (502), USA (502), Vietnam (100). Die Umfrage fand online im April und Mai 2022 statt. 

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