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Tunesien

Sicherheitsmaßnahmen

"Peace for Tunisia"
"Peace for Tunisia"

Die allgemeine Stimmung in Tunesien ist nach wie vor von den Ereignissen des 26.06.2015 überschattet, die Bevölkerung mobilisiert sich zu Strandanimations-Aktionen, Sportveranstaltungen und verschiedenen Organisationen, um sich dem Terror entgegenzusetzen. 

Leere Strände und eine Hotelauslastung von durchschnittlich 15 % machen es nicht leicht, mit Optimismus in die Zukunft zu sehen. „Dennoch lassen wir uns nicht unterkriegen“, heißt das Motto der Tunesier. Der österreichische Botschafter in Tunis, Dr. Gerhard Weinberger, hat der Region Sousse von 10. bis 13.07.2015 einen offiziellen Besuch abgestattet, um die Solidarität Österreichs zum Ausdruck zu bringen. Bei dieser Gelegenheit hat er mit dem neuen Gouverneur Fethi Bdira, der Besitzerin und Direktorin des Hotels Imperial Marhaba – sowie Nidaa Tounes Abgeordnete –, Zohra Driss, gesprochen. Driss ist nach dem Anschlag gegen ihr Hotel naturgemäß noch immer sehr erschüttert. Sie erwartet sowohl für diese, als auch für die kommende Saison einen extrem starken Rückgang der Touristen aus Europa. „Der Anschlag hat in erster Linie nicht den ausländischen Touristen per se gegolten, sondern auf die tunesische Wirtschaft abgezielt", unterstreicht die Hotelfachfrau und Politikerin. Die extrem negativen Konsequenzen für die Beschäftigung in den Tourismusgebieten verschärfen damit die sozialen Probleme.  „Trotz des verheerenden Anschlages scheinen die Verantwortlichen und die Bevölkerung von Sousse keineswegs niedergeschlagen, sondern ganz im Gegenteil, vom Willen beseelt, sich nicht unterkriegen zu lassen", berichtet der österreichische Botschafter aus Tunesien.

Folgende Sicherheitsvorkehrungen wurden getroffen

  • Seit 1. Juli werden alle Hotelzonen sowohl im Innen- als im Außenbereich von bewaffneter Touristenpolizei rund um die Uhr bewacht
  • In einer ersten Maßnahme wurde der Polizeischutz um 1.000 zusätzliche Polizeibeamte erhöht
  • Die Sicherheit auf Flughäfen und Grenzübergängen wurde verstärkt
  • Zusätzliche fixe und mobile Sicherheitseinheiten sind auf den Stränden und in unmittelbarer Umgebung im Einsatz
  • Alle kulturellen Sehenswürdigkeiten und archäologischen Stätten sind von Polizei und Sicherheitskräften bewacht
  • Organisierte Ausflüge von Reisebüros und Kulturrundreisen stehen unter offiziellem Polizeischutz mit Eskorte
  • In allen touristischen Gebieten wurden beaufsichtigte Parkplätze errichtet zum Schutz von Reisebussen und sonstigen touristischen Transportmitteln
  • Ausbildungsprogramme für Sicherheitskräfte und Hotelpersonal wurden gestartet
  • Ein Finanzierungsplan soll für zusätzliche, moderne Sicherheitsausstattungen und technisches Equipment sorgen und den Hoteliers zur Verfügung gestellt werden   
Informationen unter www.tunesien-info.at und www.facebook.com/tunesien.at 
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