Tunesien: Einbruch des Tourismusgeschäf... Plus Artikel
 
Tunesien

Einbruch des Tourismusgeschäfts

Tunesien rechnet nach dem tödlichen Anschlag auf Touristen mit mindestens 515 Mio. Dollar (463 Mio. Euro) weniger Einnahmen aus der Tourismusbranche.

Damit würde rund ein Viertel der Einkünfte des vergangenen Jahres wegbrechen. "Der Anschlag hat gewaltige Folgen für die Wirtschaft, die Verluste werden groß sein", sagte Tourismusministerin Salma Loumi am Montagabend. Das Geschäft mit Urlaubern trägt rund sieben Prozent zum Bruttoinlandsprodukt (BIP) bei und sorgt für Arbeitsplätze sowie Devisen. Zur Stützung der Branche plane die Regierung die Abschaffung der Kurtaxe und prüfe Schuldennachlässe für Hotelbetreiber, sagte Loumi. Zum Schutz der Urlauber sollen vor den Hotels und Ferienresorts zusätzlich 1.000 Polizisten eingesetzt werden. Tausende Urlauber verließen nach dem Anschlag vorzeitig das Land. Tunesien zählt zu den beliebtesten Reiseländern in Nordafrika. Bei dem Anschlag am Freitag waren in Sousse 39 Menschen getötet worden. Zu dem Anschlag bekannte sich die Extremistengruppe Islamischer Staat. Im März töteten Islamisten bei einem Anschlag auf das Bardo-Museum in Tunis 21 Touristen.
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