Türkei: Touristenzahl gesunken Plus Artikel
 
Türkei

Touristenzahl gesunken

In der Türkei haben im ersten Halbjahr weniger ausländische Touristen Urlaub gemacht als im Vorjahr.

Ihre Zahl sei um 2,25 Prozent auf 14,89 Mio. zurückgegangen, teilte das Tourismusministerium in Ankara mit. Den stärksten Rückgang habe es mit rund einem Viertel bei Gästen aus Russland gegeben. Angesichts der erhöhten Sicherheitsrisiken schätzen Experten die Aussichten für den Rest des Jahres als düster ein. Tags zuvor hatten österreichische Reisebüros aber trotz der blutigen Anschläge im Südosten der Türkei noch keine Auffälligkeiten bei Buchungen und Stornierungen verzeichnet. Von Reisen in die betroffenen Regionen raten sie im Einklang mit dem Außenministerium jedoch ab. Weiters wird empfohlen, Demonstrationen und Menschenansammlungen zu meiden – auch in Istanbul und Ankara. An der Einschätzung der Sicherheit in der Türkei hat sich laut österreichischem Außenministerium nichts geändert. Abgeraten wird allerdings vor Aufenthalten in der Grenzregion zu Syrien und dem Irak. Die türkischen Touristenziele seien 500 Kilometer davon entfernt, sagte ein Sprecher gegenüber der APA. Außerdem sollten Reisende Menschenansammlungen "unbedingt" meiden, denn in Städten wie Istanbul seien Anschläge nicht auszuschließen. In den südöstlichen Provinzen Kilis, Diyarbakir, Mardin, Batman, Bitlis, Bingöl, Siirt, Tunceli, Hakkari und Van besteht laut Außenamt ein "hohes Sicherheitsrisiko". Von Reisen in diese Regionen wird "dringend abgeraten", schreibt das Ministerium auf seiner Homepage. Das Außenministerium verfolgt die Situation nach eigenen Angaben intensiv und bittet auch Reisende, sich laufend über die aktuelle Lage zu informieren.
stats