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Sri Lanka

Urlaub trotz Wirtschaftskrise

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In Sri Lanka herrscht "Ausnahmezustand" – doch in den Tourismusregionen sei es ruhig
In Sri Lanka herrscht "Ausnahmezustand" – doch in den Tourismusregionen sei es ruhig

Die Insel im Indischen Ozean steckt in einer verheerenden Finanz- und Wirtschaftskrise. Es fehlt an allem. Ein Urlaub ist nach Ansicht von Fit Reisen dennoch möglich.

Die Treibstoffknappheit in Sri Lanka wird immer dramatischer. Medienberichten zufolge bezifferte der Energieminister des Landes, Kanchana Wijeseker, am Sonntag die Treibstoffreserven auf etwa 4.000 Tonnen. Das entspreche normalerweise dem Verbrauch eines Tages.

Die Regierung des Landes mit rund 22 Millionen Einwohnern ist nicht in der Lage, die wichtigsten Importe wie Lebensmittel, Treibstoff und Medikamente zu finanzieren. Nach zwei Jahren Corona-Unterbrechung fehlen unter anderem die Einnahmen aus dem Tourismus. Diese lagen 2018 noch bei etwa 4,7 Mrd. Euro, 2020 sind sie auf etwa 942 Mio. Euro gesunken und 2021 weiter auf etwa 500 Mio. Euro eingebrochen.

Anfang Juli weilte denn auch der seit Mai dieses Jahres amtierende Tourismusminister des Landes, Harin Fernando, in Berlin, um für Besucher zu werben. Wie es heißt, befände sich das Land in Gesprächen mit dem Internationalen Währungsfonds. Es sei begonnen worden, die Versorgung von Touristen sicherzustellen.

"Der Tourismus ist einer der wichtigsten Wirtschaftszweige des Inselstaates. Die Menschen brauchen den Tourismus jetzt mehr denn je", sagt auch Arne Birck. Der Reiseexperte beim Ayurveda-Spezialisten Aytour, einer Marke der Fit Reisen Gruppe, arbeitet seit Wochen aus dem Homeoffice in Sri Lanka, berät von dort Kunden zu Ayurveda-Kuren in Asien, Europa und Deutschland. 

Der Manager plädiert dafür, das Vertrauen in das Reiseland und seine Bevölkerung nicht zu verlieren. Die Berichterstattung lasse den Eindruck entstehen, das ganze Land sei im Ausnahmezustand. "Dem ist wirklich nicht so", versichert Birck, der täglich mit Einheimischen und Touristen unterwegs ist, Sehenswürdigkeiten besucht und Touren organisiert.

Natürlich gebe es diverse Einschränkungen, bei Pauschalreisen wie etwa einer Ayurveda-Kur oder einer vorab fest gebuchten Rundreise betreffe das Urlauber so gut wie nicht. Unruhen, fänden, wenn überhaupt, im Regierungsviertel der Hauptstadt Colombo statt. Doch seit Wochen sei es dort ruhig.

Öffentliche Tourismusstellen in Sri Lanka zufolge soll es beispielsweise nur noch wenige und zudem friedliche Proteste geben, die Stromversorgung stabilisiere sich und der Tourismus wurde als lebenswichtige Dienstleistung eingestuft. Somit könne das Fremdenverkehrsamt Maßnahmen ergreifen, um etwa den Treibstoff für den Tourismussektor zu priorisieren.

Arne Birck versteht zwar die aktuelle Verunsicherung bei Reisenden, sieht aber alle Sorgen als unbegründet an: "Im Gegenteil: Touristen werden hier wie rohe Eier und besonders zuvorkommend behandelt."

Dieser Artikel erschien zuerst auf fvw.de

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