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Schweiz

Hotels profitieren vom Buchungsboom

APA/KEYSTONE (Themenbild)
Schweizer Tourismus zieht wieder an
Schweizer Tourismus zieht wieder an

In der Schweiz geht die steile Erholung im Tourismus weiter. Die Übernachtungen in den Hotels des Lands haben heuer im ersten Halbjahr gegenüber der Vorjahresperiode um fast die Hälfte zugenommen.

Die Coronadelle in der Schweiz ist mit dem jüngsten Buchungsboom aber noch nicht ganz ausgebeult. Insgesamt haben in- und ausländische Tourist:innen zwischen Jänner und Juni 16,9 Mio. Mal in Schweizer Hotels übernachtet, was einem Plus von 47,3 % entspricht.

Mit insgesamt 10,0 Mio. Logiernächten erhöhte sich die inländische Nachfrage um acht Prozent. Das waren rund 740.000 zusätzliche Übernachtungen. Die Nachfrage der ausländischen Besucherinnen und Besucher kletterte um mehr als das Dreifache auf 6,9 Mio. Nächtigungen – eine Zunahme um 4,7 Mio.

Die Veränderungsraten gegenüber dem Vorjahr sind zwar beeindruckend. Im Vergleich zur Vor-Coronazeit, also dem ersten Halbjahr 2019, als fast 19 Mio. Übernachtungen gezählt wurden, fehlen allerdings noch immer rund zehn Prozent.

Dieses Minus geht allerdings ausschließlich auf die ausländischen Gäste zurück. Deren Übernachtungszahl war noch um fast ein Drittel unter dem Stand von 2019, während Herr und Frau Schweizer bekanntlich deutlich mehr Ferien im eigenen Land machten und damit den Wert von 2019 um knapp 17 % übertrafen.

Dabei waren die Wachstumsraten in einzelnen Monaten wie etwa Jänner (+42,7 %) oder März (+23,5 %) gegenüber dem jeweiligen Vorjahresmonat sehr hoch, während sie etwa im April oder Mai leicht rückläufig waren. Letzteres dürfte in erster Linie mit Ferien und Feiertagen zusammenhängen, die nicht jedes Jahr im gleichen Monat stattfinden.

Bei der ausländischen Gästezahl war die Zunahme im Vergleich zum Vorjahr in allen Monaten sehr hoch. Die höchsten Wachstumsraten im ersten Halbjahr gab es nicht überraschend bei den Besucher:innen aus Asien und Amerika, die im Zuge der Corona-Einschränkungen in den vergangenen Jahren fast gänzlich ausgefallen waren.

Immerhin machen sie nun bereits wieder gut einen Viertel der Gästeübernachtungen in der Schweiz aus. In absoluten Zahlen kamen mit einem Plus von 2,8 Mio. Übernachtungen aber vor allem wieder mehr Gäste aus Europa.

Die einzelnen Schweizer Tourismusregionen profitierten fast alle von der Erholung. 12 der 13 Tourismusregionen registrierten im ersten Halbjahr 2022 ein Nächtigungsplus. Sehr markant waren die relativen Zunahmen in den Stadtregionen Genf (plus 175 %), Zürich (plus 156 %) und Basel (plus 97 %). Bekanntlich hatte der Städtetourismus besonders stark unter dem Ausbleiben der in- und ausländischen Gäste gelitten.

Die einzige Region, die einen Rückgang gegenüber 2021 hinnehmen musste, war das Tessin mit einem Minus von gut 13 % gegenüber 2021. Allerdings hatte der Südkanton in der Coronazeit einen Boom erlebt, sodass trotz des Rückgangs heuer noch immer ein Plus von 15 % gegenüber 2019 resultierte. Neben dem Tessin waren auch die Regionen Graubünden (plus 5,8 %), Jura & Drei-Seen-Land (plus 2,9 %) und Ostschweiz (plus 2,4 %) beliebter als vor der Pandemie.

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