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Linz

OÖ peilt 2,5 Mio. Nächtigungen in Wintersaison an

APA/THEMENBILD

Mit dem Rückenwind einer sehr guten Sommersaison - mit 4,7 Mio. Nächtigungen von Mai bis September ist das Vorcorona-Niveau von 2019 wieder erreicht - geht Oberösterreich in die Wintersaison.

Derzeit kommen drei Viertel der Inlandsgäste aus den Bundesländern Wien, Niederösterreich und Oberösterreich. Das Interesse an einem Winterurlaub in Oberösterreich habe sich bei dieser Gruppe laut einer Studie des Market-Instituts für den Oberösterreich Tourismus im Vergleich zum Vorjahr auf 32 Prozent verdoppelt, hieß es in der Pressekonferenz am Freitag in Linz. Und 41 Prozent der potenziellen Skifahrerinnen und Skifahrer ziehen bei der Planung eines Skiurlaubs ein Skigebiet in Oberösterreich in Betracht.

Auch bei den ausländischen Gästen, die vor allem aus Deutschland, Tschechien und den Niederlanden nach Österreich kommen, dürfte die Lust auf einen Winterurlaub groß sein, entnahm Landesrat Markus Achleitner (ÖVP) einer Umfrage im Auftrag der Österreich Werbung. Laut dieser planen heuer 17 Mio. Personen einen Winterurlaub in Österreich. Achleitner hält über 2,5 Mio. Nächtigungen im Winter aufgrund der aktuellen Gäste-Nachfrage für machbar. Dass "Corona de facto keine Rolle mehr spielt", merke man laut Landesrat Achleitner daran, dass im Gegensatz zu den vorigen Saisonen nicht mehr so kurzfristig gebucht werde. Zwischen 110 und 120 Euro pro Tag lasse ein Gast in einem Skigebiet, was "sehr wertschöpfungsorientiert" sei.
Große Zuversicht für die Wintersaison 2022/23 in Oberösterreich zeigen (v. l.) Andreas Winkelhofer (Geschäftsführer Oberösterreich Tourismus), Robert Seeber (Bundesspartenobmann Tourismus und Freizeitwirtschaft in der WKÖ), Wirtschafts- und Tourismus-Landesrat Markus Achleitner und Rupert Schiefer (Vorstand und Geschäftsführer Skigebiet Dachstein West und OÖ Seilbahnholding).
:Land OÖ/Tina Gerstmair
Große Zuversicht für die Wintersaison 2022/23 in Oberösterreich zeigen (v. l.) Andreas Winkelhofer (Geschäftsführer Oberösterreich Tourismus), Robert Seeber (Bundesspartenobmann Tourismus und Freizeitwirtschaft in der WKÖ), Wirtschafts- und Tourismus-Landesrat Markus Achleitner und Rupert Schiefer (Vorstand und Geschäftsführer Skigebiet Dachstein West und OÖ Seilbahnholding).

Arbeitsmarktlage ist entspannter

Trotz "Preisinflationsspirale und Energiekosten" zeigte sich der Bundesspartenobmann Tourismus und Freizeitwirtschaft und Linzer Gastronom Robert Seeber ebenfalls optimistisch. Derzeit sehe es so aus, dass die Teuerungen keinen Hemmschuh für einen Winterurlaub bedeuten.

Die Branchenentwicklung im oberösterreichischen Tourismus gibt jedenfalls Anlass zur Hoffnung. So steigt etwa die Anzahl der aktiven Fachgruppenmitglieder in der Gastronomie seit 2020 wieder kontinuierlich an. Per 30. Juni 2022 zählte die Fachgruppe 6.176 Mitglieder (2020: 5.993). Ähnlich in der Hotellerie: Von 2020 bis Mitte 2022 erhöhte sich die Zahl der aktiven Fachgruppenmitglieder von 963 auf 1.030. Positiv gestaltet sich die Entwicklung bei den unselbständig Beschäftigten, deren Zahl sich auf dem Vorkrisen-Niveau von 2019 einpendelt. Es könnten in beiden Branchen sogar noch mehr sein, weiß Seeber aus den Rückmeldungen der Gastronomen und Hoteliers, dass sie gerne zusätzliche 2.000 Mitarbeiter:innen beschäftigen würden.

Neue Winterkampagne

Die positive Ausgangslage wird mit der neuen Marketingkampagne "Sei gscheid, foa ned z‘weid" unterstützt. Die sieben Snow & Fun Skigebiete, die vier Tourismusverbände Dachstein Salzkammergut, Pyhrn-Priel, Traunsee-Almtal und Böhmerwald sowie der Oberösterreich Tourismus bündeln ihre Kräfte für den gemeinsamen Marktauftritt. Die Kampagne fordert auf, im wahren Sinn des Wortes abzuschalten, sich im Winterurlaub neu zu fokussieren auf die wesentlichen Dinge des Lebens. „Weil die beste Zeit – die Zeit mit der Familie, beim Sport, beim Spaß im Schnee – eben wichtiger ist als die Bestzeit“, erklärt Andreas Winkelhofer, Geschäftsführer des Oberösterreich Tourismus. "Mit der neuen Kampagne reagieren wir unmittelbar auf die aktuelle Befragung in unseren wichtigsten Herkunftsmärkten in Österreich, nämlich Wien, Niederösterreich und Oberösterreich. Mit einem zusätzlichen Schwerpunkt auf diesen regionalen Zielmärkten spielen wir die Stärken Oberösterreichs optimal aus."

Die gute Erreichbarkeit Oberösterreichs ist auch eine der wesentlichen Aussagen in der Kommunikation in und rund um Wien. Mit Werbung, vor allem an frequenzstarken Auf- und Abfahrten von Autobahnen, und mittels Werbung im Wiener U-Bahnnetz werden die Menschen darauf aufmerksam gemacht, dass Oberösterreichs Skigebiete auf dem Weg von Wien in die Berge mit kurzer Anreise erreichbar sind.

Gemeinsam für einen erfolgreichen Winter

Seit mehr als zwei Jahrzehnten arbeiten die sieben größten Skigebiete in Oberösterreich – die Skiregion Dachstein West, die Freesports Arena Dachstein Krippenstein, die Skigebiete Feuerkogel, Hinterstoder, Wurzeralm, Kasberg und Hochficht – erfolgreich in der Snow & Fun-Kooperation mit dem Oberösterreich Tourismus zusammen. Seit dem Winter 2018/19 sind auch die Tourismusverbände der Skigebietsregionen mit an Bord. "Wir bearbeiten gemeinsam die Märkte fürs Skifahren in Oberösterreich und sprechen dabei mittlerweile vorrangig den Mehrtagesgast an", skizziert Rupert Schiefer, Vorstand und Geschäftsführer der Skiregion Dachstein West und der OÖ Seilbahnholding.
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