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KRETA

Die „Kreta Diät“

Überdurchschnittlich alt und gesund sind die Bewohner der größten Insel Griechenlands – eine Spurensuche.

KRETA: Die „Kreta Diät“

Hoch auf den Bergen steigt der Guide wieder und wieder aus dem Land Rover und zeigt ein wildwachsendes Gewürz oder ein heilsames Kräutlein. Diese werden im Frühjahr gesammelt, frisch verwendet oder getrocknet. Halbwilde Ziegen klettern auf den Felsen herum und ernähren sich von genau diesen Grünpflanzen. Eine Stunde später dann Kaffee und Raki mit ganz alten Männern in einem ganz alten Dorf auf 1.500 Meter Höhe. Apropos Raki: Kein Schreibfehler, so heißt hier der Trebernschnaps, der in Restgriechenland Tsipouro genannt wird. Hat nichts mit dem Anisgetränk zu tun, das hier Ouzo heißt. Nicht die einzige Seltsamkeit auf Kreta, aber dazu später mehr. Wieder ein paar kurvige Kilometer weiter Mittagessen in der Hochebene Lassithi auf 800 Meter, der Korn- und Gemüsekammer. Die Olivenbäume gedeihen bis 900 Meter Höhe, das daraus gewonnene Öl ist von besonderer Güte und wird nicht umsonst das „Gold Kretas“ genannt. Nebenan grasen Schafe, die ihr ganzes Leben lang keinen Stall sehen. Was auf den Tisch der Taverne kommt, hat genau die Qualität, die zu erwarten war. Frische Produkte, einfache Zubereitung, eine Wohltat für Gaumen und Magen. Dass genau nebenan eine kleine Kapelle auf einer mit Blumen übersäten Wiese steht, ist fast zu viel Folklore. 

Szenenwechsel

Efthimios Mountrakis ist Bürgermeister des Bezirkes Chersonissos an der Nordküste, an der 50 % des Tourismus stattfinden. Das klingt gefährlicher, als es tatsächlich ist. Die weitläufigen Hotels liegen an langen Sandstränden, nicht weit entfernt die kleinen Ansiedlungen mit allen Lustbarkeiten und vielen Hafentavernen. Weiter westlich wird die Küste abwechslungsreicher, der Bummel durch Rethymnon zeigt noch alte Baute aus der osmanischen Zeit und eine große Moschee samt angeschlossenem Hamam. Im Hinterland, wie so oft in diesen Bergen, große und kleine Schluchten mit Heiligtümern.

Versteckte Schönheiten

Von Heraklion ostwärts wird es nach längerer Fahrt dann wirklich noch schöner. Agios Nikolaos wird nicht umsonst das kretische Saint Tropez genannt. Es liegt malerisch am Süßwasser-See Voulismeni. Unweit davon in der Elounda-Bucht sind die noblen Hotels angesiedelt. Die Bucht ist seicht, warm, windgeschützt, sehr schön und der Fischfang ist gerade hier noch ertragreich. Von Elounda ist die kurze Fahrt auf die Insel Spinalonga ein Muss. Dass ausgerechnet auf dieser kulturell hoch interessanten Insel mit einer gut erhaltenen Festung der Venezianer (16. Jhdt.) im Jahr 1903 eine Leprakolonie angesiedelt wurde, ist schwer nachzuvollziehen. Diese wurde erst 1958 aufgelassen, heute ist das Eiland zu besichtigen.  Der Süden der Insel ist touristisch kaum erschlossen, es gibt keine Küstenstraße, hierher führen nur Stichstraßen, das garantiert völlige Ruhe und Abgeschiedenheit und ist so etwas wie ein Geheimtipp. Abendessen in Heraklion mit Yannis Papadakis, Seniorchef der Incoming-Agentur DTS. Der alte Herr ist das Bild eines Kreteners. Er spricht von der Zufriedenheit der Inselbewohner, dem besonderen Klima und der wunderbaren Luft, vom Zusammenhalt in der Familie und im Freundeskreis. Er erzählt von den hochgeschätzten, kleinen Freuden des Alltags und der tiefen Gläubigkeit. Währenddessen werden immer neue Köstlichkeiten aufgetischt, alles frisch, alles mit Ehrfurcht vor dem Naturprodukt gekocht, alles mit Olivenöl und Kräutern veredelt. Und schlussendlich ein Yamas mit dem inseltypischen Raki.  Information
REWE Austria Touristik mit ihren Marken Jahn Reisen und ITS Billa Reisen bietet an allen Küsten Hotels an. Von 2. Juli bis 3. September fliegt NIKI einen zusätzlichen Vollcharter nach Heraklion. Das Hotel „Anissa Beach“ wird All Inclusive geführt und kann aus eigener Erfahrung wärmstens empfohlen werden. Empfehlenswert ist auch die Off-Road-Safari in die Berge: www.safariclub.gr und in Plaka nahe Elounda gibt es bemerkenswert schöne Souvenirs zu erstehen.

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