„Junge Donau“: Zurück an die Quelle Plus Artikel
 
„Junge Donau“

Zurück an die Quelle

Mit einer Gesamtlänge von fast 3.000 Kilometern ist die Donau nicht nur der bekannteste, sondern auch der zweitlängste europäische Strom.

„Junge Donau“: Zurück an die Quelle

Von der Quelle im Schwarzwald bis ins bayerische Passau fließt die junge Donau durch einige der schönsten, teilweise noch unentdeckten Landschaften im Süden Deutschlands.
Die DZT, die Deutsche Zentrale für Tourismus, hat vor kurzem Touristiker und Journalisten in die „Labstelle“ in die Wiener Wollzeile eingeladen, um das gemeinsam mit den Landesmarketingorganisationen von Baden-Württemberg und Bayern ins Leben gerufene Projekt „Die Junge Donau“ zu präsentieren. Bei einer Reise entlang der jungen Donau ergeben sich zahlreiche neue Blickwinkel auf einen altbekannten Fluss. Wer sich „Gegen den Strom“ auf den Weg macht, wird außergewöhnliche Einblicke in Naturphänomene und unerwartete Aktivangebote auf und an der Donau erleben. Gleichzeitig machen einige der ältesten Fundplätze der menschlichen Kulturgeschichte eine Fahrt entlang des Flusses zu einer Zeitreise zurück an die „Quelle Europas“. Unter diesen beiden Schwerpunktthemen haben die Donau-Anrainer in Baden-Württemberg und Bayern ihre Angebote gebündelt und werben gemeinsam im In- und Ausland dafür, die junge Donau neu zu entdecken. Zurück zur Quelle bedeutet viel mehr als nur den Ursprung und das Bächlein zu besuchen. Man kann auf dieser Route auf Meilensteine Europäischer Geschichte treffen, wie auf den Löwenmenschen von Ulm. Auch der Schwäbische Grand-Canyon im Donaubergland lohnt entdeckt zu werden. Man möchte junge Zielgruppen mit neuen unkonventionellen Angeboten ansprechen, etwa mit einer fantasievollen Audiotour die Römerstadt Günzburg erkunden, in Neu-Ulm auf eine Segway-Tour gehen oder Design und Lifestyle in Ingolstadt entdecken. Es gibt Angebote auf dem Wasser, wie Kanu-Touren für die ganze Familie, aber auch neben dem Wasser, wie Kultur, Wellness und Wandern. Soll so der Panoramaweg auf Höhenrücken entlang der Donau weiter ausgebaut werden. Ein besonderer Schwerpunkt wird 2016 „Bier und Barock“ sein, wenn man in Bayern 500 Jahre Reinheitsgebot feiern wird. Barbara Kretschmer von Elite-Tours bietet seit Jahren mit großem Erfolg geführte Radtouren mit Busbegleitung an: „Ein interessanter Aspekt, einmal gegen den Strom zu fahren um neue Perspektiven zu entdecken. Radfahren entlang des Wassers ist etwas beruhigendes, gerade am Beginn der Donau wo der Strom sehr naturnahe belassen wurde.“ Das Übernachtungsvolumen in den Donaustädten wächst kontinuierlich. Das Statistische Bundesamt von Deutschland meldet für das Gesamtjahr 2014 mehr als 80.000 Übernachtungen aus Österreich, somit stellt Österreich den wichtigsten Quellmarkt dar. „Durch die ständige Erweiterung des Angebotssegmentes wird der deutsche Donauraum immer attraktiver. Es wurden Reiseangebote entwickelt, die neben den Kernprodukten Aktivurlaub, Kultururlaub und „Junge Donau“ Themen wie ländlicher Raum, Nachhaltigkeit und Intermodalität abbilden. Zukünftig werden über die Marke „Junge Donau – gegen den Strom / zurück zur Quelle“ weitere Reiseanlässe generiert und damit neue Zielgruppen angesprochen“, erläutert Laszlo Dernovics, Leiter der Auslandsvertretungen in Österreich und der Slowakei und Regional Manager Südosteuropa der Deutschen Zentrale für Tourismus (DZT). In den letzten zehn Jahren haben die Ankünfte aus Österreich um 77 %, die Übernachtungen von Österreichern um 73 % zugenommen! Um die junge Donau für den Gast als einheitliches Reiseziel erlebbar zu machen, haben sich Gemeinden und touristische Akteure entlang der Donau zusammengeschlossen und neue Angebote entwickelt. Das Spektrum reicht von Naturerlebnissen zu Fuß, auf dem Rad und auf dem Wasser über kulinarische Angebote bis hin zu historischen und kulturellen Sehenswürdigkeiten und Erlebnisangeboten. Informationen unter www.die-junge-donau.de 
stats