Graz: Steirer freuen sich auf den Winter Plus Artikel
 
Graz

Steirer freuen sich auf den Winter

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Der neue Geschäftsführer der Steiermark Tourismus, Michael Feiertag, berichtete, dass man rund 1,3 Mio. Euro für gemeinsame Winterkampagnen der Regionen aufgestellt habe - "die größte Summe bisher".

Die steirische Tourismuslandesrätin Barbara Eibinger-Miedl (ÖVP) zeigte sich zuversichtlich für die kommende Wintersaison: "Es ist zu spüren, dass die Menschen in Österreich und darüber hinaus wieder Lust auf Winterurlaub haben", so die Landesrätin am Donnerstag im Pressegespräch in Graz. Man habe bis jetzt einen goldenen Herbst nach einer tollen Sommersaison erlebt, sagte die Landesrätin. Die Steiermark sei mit ihrer Mischung aus Skigebieten, Thermen und Möglichkeiten abseits der Pisten breit aufgestellt. "Wir sind voller Zuversicht, dass wir nach drei Jahren den ersten Winter ohne große Einschränkungen und Betriebsstörung erleben können. Die Lust auf Winterurlaub zeigen die Buchungen und Nachfragen", so die Landesrätin. Der Urlaub abseits der Piste werde immer wichtiger als Buchungsmotiv.

Eibinger-Miedl nannte u. a. die Nachfrage nach Schulskikursen als positiven Indikator. Das Land Steiermark übernehmen ja seit einigen Jahren die Reisekosten für Schulen, ab einer Nächtigung von vier Tagen. Das Budget dafür sei bereits jetzt ausgeschöpft, werde aber um 100.000 Euro aufgestockt.
Wintersaison-Pressekonferenz des Steiermark Tourismus mit Tourismuslandesrätin Barbara Eibinger-Miedl und Michael Feiertag (Geschäftsführer Steirische Tourismus und Standortmarketing GmbH) sowie den Gastrednern (v. l.) Philip Borckenstein-Quirini (Geschäftsführer Thermenresort Loipersdorf), Fabrice Girardoni (Sprecher der steirischen Seilbahnen) sowie Gerald Stoiser (Thermenhotel Stoiser).
Steiermark Tourismus / Jesse Streibl
Wintersaison-Pressekonferenz des Steiermark Tourismus mit Tourismuslandesrätin Barbara Eibinger-Miedl und Michael Feiertag (Geschäftsführer Steirische Tourismus und Standortmarketing GmbH) sowie den Gastrednern (v. l.) Philip Borckenstein-Quirini (Geschäftsführer Thermenresort Loipersdorf), Fabrice Girardoni (Sprecher der steirischen Seilbahnen) sowie Gerald Stoiser (Thermenhotel Stoiser).


Dass heuer auch Energiesparen ein großes Thema im Tourismus ist, wurde von der Landesrätin unterstrichen. "Ich verhehle nicht, dass es schwierig ist, aber die Energieversorgung ist Gott sei Dank gesichert. Beim Energiesparen sind wir aber gefordert". Jedenfalls sei der Energieverbrauch pro Nächtigung seit dem Jahr 2008 sukzessive gesenkt worden, bei steigendem Anteil erneuerbarer Energieträger. Die Landesrätin wies darauf hin, dass der Anteil des Tourismus in Österreich am Gesamtenergieverbrauch 1,6 Prozent betrage, dabei jener der Skigebiete 0,3 Prozent, der Wintertourismus habe 0,9 Prozent Anteil am Gesamtenergie bedarf Österreichs.

Feiertag sagte zur aktuellen Situation, "ein Winter wie damals wäre schön, aber es ist leider aufgrund der Situation nicht so. Allerdings wecken Krisen auch Sehnsucht nach heiler Welt, Urlaub, Natur." Deutschland sei nach wie vor der wichtigste Auslandsmarkt für die Steiermark und auch für Österreich. "Es gibt dort mehr aktive Wintersportler als Einwohner in Österreich und der Schweiz zusammen", so der Steiermark Tourismus-Geschäftsführer. Man habe vor einem die neue steiermark.com-Website als zentrales Marketingtool aufgesetzt. Seither wurde bei den Beherbergungsbetrieben ein 6,8 Mio. Euro-Buchungsvolumen erzielt, größtenteils provisionsfrei im Vergleich zu anderen Buchungsplattform.

Fabrice Girardoni, Sprecher der steirischen Seilbahnen, nannte ebenfalls erfreuliche Rückmeldungen in Bezug auf geplante Winterurlaube, einigen Umfragen zufolge. Die Lust am Skifahren sei hoch, es gebe wohl auch gewisse Nachholeffekte. "Das schlägt sich auch im Vorverkauf der Saisonkarten nieder", so Girardoni. In der Coronakrise seien die Menschen zwar weniger Ski gefahren, hätten aber mit dem Sport grundsätzlich nicht aufgehört. Giradoni nahm sich ebenfalls des Energiespargedankens an: "Der Energieverbrauch bei den Liften und Seilbahnen wurde um rund 20 Prozent gesenkt in den vergangenen zehn Jahren". Die künstliche Beschneiung sei nach wie vor Arbeitsgrundlage für den Skitourismus, doch könne man mit Messungen und gezielten Beschneiungen die Produktion von zu viel Schnee verhindern.
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