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Deutschland lockt mit Städten und Natur

DZT/Janos Bakula
Informierten die österreichischen Journalisten im Rahmen eines Medienbrunch in Wien über spannende Reiseziele und -Erlebnisse in Deutschland (v. l.): László Dernovics (DZT), Martin Fennemann (TMB Tourismus-Marketing Brandenburg), Daniela Wahls (DZT), Kathrin Deichmann (TourismusMarketing Niedersachsen), Claudia Rathay (Thüringer Tourismus) und Andreas Wietheger (Ruhr Tourismus).
Informierten die österreichischen Journalisten im Rahmen eines Medienbrunch in Wien über spannende Reiseziele und -Erlebnisse in Deutschland (v. l.): László Dernovics (DZT), Martin Fennemann (TMB Tourismus-Marketing Brandenburg), Daniela Wahls (DZT), Kathrin Deichmann (TourismusMarketing Niedersachsen), Claudia Rathay (Thüringer Tourismus) und Andreas Wietheger (Ruhr Tourismus).

Gemeinsam mit Partnern aus Thüringen, Niedersachsen, Brandenburg und Metropole Ruhr präsentiert die Deutsche Zentrale für Tourismus (DZT) österreichischen Highlights des Reiselands Deutschland.

Als Partner der DZT in einem Pressegespräch im Erste Campus in Wien dabei waren die TMB Tourismus-Marketing Brandenburg, Metropole Ruhr, TourismusMarketing Niedersachsen sowie Thüringer Tourismus. Eine wichtige Zielsetzung ist die Platzierung Deutschlands mit seinen unzähligen nachhaltigen Reiseerlebnissen auch in den Städten.

52 % der Gäste machen Städte- und Kulturreisen: Diese haben die letzten Jahre gelitten, aber diese Zeit hat auch neue Aspekte hervorgebracht wie nachhaltige Reisen und Green Citys, betont Laszlo Dernovics, Leiter der Auslandsvertretungen in Österreich und der Slowakei und Regional Manager Südosteuropa der Deutschen Zentrale für Tourismus: "Das Reiseland Deutschland verfügt nicht nur über kleine und große Städtereiseziele, sondern auch über einzigartige und geschützte Naturlandschaften, hervorragende Kultur- und Freizeitmöglichkeiten, kulinarische Erlebnisse sowie Angebote für Aktivurlaub und weist somit eine außergewöhnliche Vielseitigkeit auf, die als Ganzjahresziel für jede Zielgruppe die passende Destination bereithält", so Dernovics. 

THÜRINGEN

Mit vier Eintragungen in die Welterbeliste - Wartburg in Eisenach, Ensemble „Klassisches Weimar“, Weimarer Bauhausstätten und Nationalpark Hainich - zählt Thüringen zu den führenden UNESCO-Bundesländern deutschlandweit. Mittlerweile läuft auch die Bewerbung der Landeshauptstadt Erfurts um einen UNESCO-Welterbetitel für die in großen Teilen intakte mittelalterlichen Altstadt und ihr jüdisches Erbe. Eine Entscheidung wird 2023 erwartet. Synagoge, Augustinerkloster, Petersberg und Fischmarkt laden zum Entdecken ein.

Die UNESCO-Biosphärenreservate „Thüringer Wald“ und „Rhön“ bieten außergewöhnliche Urlaubserlebnisse im Grünen. Natur gibt es aber auch in der Stadt: Erfurt hat eine lange Gartenbautradition, die „Blumenstadt“ gilt als Wiege des professionellen Gartenbaus. Aushängeschild ist der 36 Hektar große „egapark“.

„Natur kennt keine Grenzen“ – so heißt eine gemeinsame Kampagne mit dem Ziel, das Grüne Band, also die ehemalige Grenze, die von 1945 bis 1989 ganz Europa trennte, erlebbar zu machen. Hier konnte ein spezielles Biotop entstehen, in dem seltene Arten einen Lebensraum gefunden haben. 2018 wurde das 763 km lange Grüne Band von Thüringen zum Nationalen Naturmonument erklärt.

Mit rund 7.500 Kilometern gut ausgebauten und beschilderten Wanderwegen gehört Thüringen zu den deutschen Top-Adressen für den Wanderurlaub. Der Thüringer Wald ist das größte, durchgängige Waldgebiet in ganz Deutschland. Mit mehr als 1.500 Kilometer Radfernwegen stehen in Thüringen stehen auch für Radler ausgiebige Entdeckungen zur Verfügung.

Viele weihnachtliche Traditionen stammen aus Thüringen: dazu gehören sowohl
der Weihnachtsbaum selbst, der Christbaumschmuck oder auch viele klassische
Weihnachtslieder. Die UNESCO würdigte im Vorjahr die Herstellung von mundgeblasenem gläsernen Lauschaer Christbaumschmuck zum immateriellen Kulturerbe.

Tipp: 2022 feiert Thüringen das 500-jährige Jubiläum der Übersetzung des Neuen Testaments unter dem Motto: „Welt übersetzen. Sprache lesen, hören, sehen in Thüringen“. 


NIEDERSACHSEN

Das zweitgrößte Bundesland bietet reichlich Abwechslung für Radfahrer samt
11.000 Kilometern Radfernwegen. Radrouten stehen in Niedersachsen unter einem Motto, das häufig mit Wasser zu tun hat. So haben die Internationale Dollard-Route oder die Deutsche Fehnroute immer ein Gewässer in der Nähe. Die niedersächsische Nordseeküste einschließlich der Ostfriesischen Inseln hat nicht nur die längste Meeresküste aller deutschen Bundesländer. Sage und schreibe 180.000 Kilometer Flüsse, Bäche, Kanäle und Seen bietet das Wasserland im Norden. Und ein Großteil davon lässt sich per Kanu entdecken.

Zwei Nationalparks, zwei Biosphärenreservate und mehr als ein Dutzend Naturparks locken mit einzigartigen Landschaften, ihrer Artenvielfalt und nachhaltigen Angeboten. Das Wattenmeer, weltweit einzigartiger Lebensraum zwischen Land und Meer, ist seit 2009 auch UNESCO Weltnaturerbe und seit 1997 ist die länderübergreifende „Flusslandschaft Elbe“ ganz offiziell Biosphärenreservat der UNESCO.

Einmalige Naturlandschaft ohne Steigung, dafür aber mit großer Weite – das zeichnet das Wandern in der Lüneburger Heide aus. Neben dem Heidschnuckenweg stehen Wanderern in der Lüneburger Heide insgesamt neun Mehrtagestouren und 50 Tagestouren zur Verfügung, der Schwerpunkt des Angebotes liegt im Naturpark Südheide und im autofreien Naturschutzgebiet Lüneburger Heide. Generell gilt: Barfuß durch das Watt waten, in Wanderschuhen anspruchs-volle Steigungen im Harz bewältigen oder von Loccum nach Volkenroda pilgern – Niedersachsen zeigt sich für Wanderer vielfältig.

Niedersachsens vier große Städte Hannover, Braunschweig, Osnabrück und Oldenburg sind die Einkaufs- und Verwaltungsmetropolen im Land. Die Landeshauptstadt Hannover besticht nicht nur als wichtigste Kultur- und Messestadt Niedersachsens, sondern auch mit besonders viel Stadtgrün. Geschichte und moderne Wissenschaft mit Atomuhr, Raumfahrt- und Biotechnik gehen Hand in Hand in Braunschweig, der alten Residenzstadt Heinrichs des Löwen. Der Westfälische Frieden wurde in Osnabrück beschlossen, heute lockt das Felix-Nussbaum-Haus Kunstkenner in die Friedensstadt. Mit dem Titel Übermorgenstadt macht sich Oldenburg als Wissenschaftszentrum einen Namen und ist zudem eine der fahrradfreundlichsten Städte Europas.

Tipp: „Der beste Trank, den einer kennt, der wird Einbecker Bier genennt“, wusste schon Martin Luther. Seit dem 14. Jahrhundert ist die Bierbrauerei fester Bestandteil der Stadt Einbeck. 2023 feiert die Bierbrauerei, Erfinderin des Bock-Biers, 700 Jahre.


METROPOLE RUHR

„Mach mal Ruhrlaub!“ lautet das Motto der Region, wo aus Montan - Urban, aus Kohle - Kunst und aus Industrie - Industriekultur wird. In der fünftgrößten Metropolregion Europas liegen diese Schwerpunkte näher beieinander als sich die meisten vorstellen können. Um sich davon und von vielen weiteren Vorzügen der Destination ein Bild zu machen, bietet sich das Wandern oder Radfahren an: Ein dichtes Radwegenetz von über 1.200 Kilometern Länge durchzieht das Ruhrgebiet und dient als Grundgerüst für das radrevier.ruhr. Bestens ausgebaute, ehemalige Bahntrassen und attraktive Kanaluferwege, wie der RuhrtalRadweg oder die Römer-Lippe-Route, verbinden die Ziele.

Ebenso unkompliziert lässt sich das Ruhrgebiet per Pedes entdecken – das Wanderrevier an der Ruhr überzeugt durch seine einzigartigen Haldenlandschaften samt wunderbarer Panoramen und kunstvoll gestalteten Naherholungsräumen. Neben den Halden mit ihrem urban-ländlichen Charme, gibt es auch ganz klassische Wanderwege, wie den Baldeneysteig oder den Hohe-Mark-Steig.

Die industriekulturellen Standorte waren und sind eine der Lebensadern der Metropole Ruhr. Zu neuem Leben erweckte, ehemalige Industrie-Giganten sind hier in großer Dichte zu finden. Innovative Gastronomie, Street-Food-Festivals, internationale Musikfestivals und vielfältige Kulturangebote locken. Für Liebhaber der schönen Künste ist eine Entdeckungsreise der Theaterlandschaft und der Kunstmuseen der Region ein absolutes Muss – z.B. mit der RuhrKultur.Card.

Tipp: Erlebnis Fußball – die Fußballbegeisterung der Region ist eng mit der Geschichte des Bergbaus verbunden. Nirgendwo in Deutschland gibt es so viele Fußballvereine wie im Ruhrgebiet. Von Touren durch Stadtteile mit Fußballgeschichte, Vorschlägen für Fußballorte bis hin zu Inspiration rund um Kneipen, den Fußballkult und Stadien, wird das Phänomen Fußball im Revier sichtbar.

BRANDENBURG

Palazzi und Orangerien, Pannekoeken und Pelmeni, Tulpenfest und Sinterklaas – die Architektur Potsdams, aber auch seine Traditionen spiegeln die bewegte Geschichte der Stadt wider. Menschen aus ganz Europa kamen im Laufe der Zeit in die Residenzstadt der Hohenzollern und heutigen Landeshauptstadt – und damit auch ihre Kultur und ihre Bauten. Bis heute bewahrt sich Potsdam diesen europaischen Esprit. Immer eine Reise wert: Das Ensemble von Schlössern Sanssouci mit ua. dem Park mit der einzigartigen Terrassenanlage und Gartenkultur.

Brandenburg ist beliebt unter Wander-„Vögeln“. Die faszinierende Landschaft der Schorfheide zum Beispiel können Wanderer auf dem 135 Kilometer langen Weg „Rund um die Schorfheide“ - in 7 Etappen durchstreifen. Der Rundweg startet in der Waldstadt Eberswalde, führt durch den Naturpark Barnim, in die Schorfheide mit dem UNESCO-Weltnaturerbe Buchenwald Grumsin, durch das Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin zurück zum Ausgangspunkt.

Im Urlaub möchte man anders wohnen als sonst. Im Norden Brandenburgs in der Uckermark und der Prignitz ist das möglich, und das außergewöhnlich und umweltfreundlich. Die sanfthügelige Landschaft mit weiten Ausblicken und mehr als 500 Seen bietet auch eine entdeckendwerte Ferienhausarchitektur. Architekten und Bauherren suchen und finden alte Bausubstanz und entwickeln daraus ganz besondere Objekte und kreative und nachhaltige Übernachtungsmöglichkeiten.

Tipp: Spreewaldgurke, Currywurst und Schmalzstulle – nicht nur das ist Brandenburger Esskultur. Wer Brandenburg kulinarisch erleben will, sollte sich auf Geschmacksvielfalt einrichten.

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