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Dominica

Inseln über dem Winde

Die Kleinen Antillen, eine Inselkette in der östlichen Karibik, werden in die Inseln über dem Winde und die Inseln unter dem Winde unterteilt, was sich auf den in diesen Breiten vorherrschenden Nordost-Passatwind bezieht.

Dominica: Inseln über dem Winde

Kennt man von den Antillen unter dem Winde – besser unter dem Namen ABC-Inseln bekannt – die Trauminseln Aruba, Bonaire oder das blaue Herz der Karibik, Curaçao, zählen bei den Antillen über dem Winde, St. Lucia, Barbados oder Saint Martin zu den Stars der Karibikinseln. Eine wahre Perle ist aber die grüne Eco-Insel Dominica, wo im Nordosten die letzten Ureinwohner der Karibik leben oder 22 Walarten die Besucher bei Walbeobachtungstouren überraschen.

Down the way, where the nights are gay …

Harry Belafonte verstand es in den 60er Jahren, die Sehnsucht nach Sonne, Palmen, Karneval und Rum zu wecken. Auch heute noch gelten die Karibik-Paradiese auf den Kleinen Antillen als Traumziel (fast) jedes Reisenden. Die Sonne scheint tatsächlich fast immer, der beständige Passat-Wind macht das Klima jedoch erträglich. Jede Insel hat ihren eigenen Charakter, jede ist ganz anders als die Nachbarinsel, hat ihre eigene Geschichte und charakteristische Bevölkerungsmischung. Allen gemeinsam ist, dass es gelungen ist, soziale, religiöse und kulturelle Barrieren weitgehend aus dem Weg zu räumen. Hier leben Schwarz und Weiß, Muslime, Hindus und Christen, Rastamänner und Methodisten. Viele der Inseln sind vulkanischen Ursprungs, hoch aufsteigende Küsten, schroffe Berge, heiße Quellen und nur zeitweise ruhende Vulkane prägen das Landschaftsbild. Die größeren Inseln verfügen heute über eine Infrastruktur, die kaum Wünsche offen lässt, die Kleineren bemühen sich, ihre Vorteile in ein gutes Licht zu rücken.

Die Sonntagsinsel als perfekte Filmkulisse

Am 04.11.1493 erhielt die Antilleninsel Waitukubuli einen neuen Namen: Dominica, was auf Spanisch „Sonntag“ bedeutet. Kolumbus sah aufgrund der schroffen Steilküsten von einem Landgang ab. Welch Glück für die Insel, denn dadurch wurde Dominica erst im 16. Jahrhundert kolonialisiert und die Ureinwohner nicht, wie auf den vielen anderen Karibikinseln, ausgerottet. Seit 1978 ist die Insel unabhängig, die Kalinagos gibt es noch heute, mit 3.000 Stammesangehörigen sind sie die größte Gruppe noch lebender karibischer Indianer. Dass die Insel auch heute noch fast so aussieht wie vor 200 Jahren, entdeckte letztendlich auch Hollywood, und Teil zwei und drei von „Fluch der Karibik“ wurde hier gedreht. Johnny Depp ward zwar nach Beendigung der Dreharbeiten nicht mehr gesehen, aber ein ehemaliger Fahrer der Filmcrew führt Besucher gerne zu den Schauplätzen der berühmten Piratenfilme.

Nature Island als ethisch korrektes Reiseziel

Dominica trägt den inoffiziellen Beinamen „The Nature Island“ wegen ihrer üppigen und artenreichen Pflanzen- und Tierwelt. Eine der höchsten Berge der Kleinen Antillen, mehr als 300 Flüsse und Bäche sowie etliche Seen befinden sich auf der Insel. Der Nationalpark Morne Trois Pitons wurde 1997 zum UNESCO-Weltnaturerbe erklärt. Die Insel hat keine Charterflieger oder All-Inclusive-Resorts zu bieten, dafür aber Wasserfälle, schwefelhaltige Tümpel und Heiß- und Kaltwasserquellen. Der Kratersee Boiling Lake hat 100 Meter Durchmesser und wird durch vulkanische Tätigkeit fast bis zum Siedepunkt erhitzt. Doch diesen Reichtum an Flora und Fauna hat man von Anfang an durch nachhaltigen Tourismus geschützt: Auch 2015 wurde Dominica von der renommierten Non-Profit-Organisation Ethical Traveler zu einer der zehn weltweit bemerkenswertesten ethischen Destinationen gewählt. Die Auswahl dieser Destinationen erfolgte unter den Aspekten Umweltschutz, Sozialwohl und Menschenrechte. Vor allem für die Einhaltung der Bürgerrechte und der Pressefreiheit gab es für Dominica eine hohe Punktezahl, die Insel wurde aber auch für ihr Pilotprojekt im Umweltschutz gelobt, ist sie doch bereits 2005 als erstes Land nach den Vorgaben von „Green Globe“ zertifiziert. Um die vorgegebene Richtung und die erreichten Standards auch weiter zu optimieren, will die Regierung ein komplexes Anforderungssystem im Bereich Ökologie nicht nur im Tourismus etablieren, sondern die gesamte Bevölkerung in das ökologische Bewusstsein einbeziehen. Nachhaltiger Tourismus wird hier auch in Form von „Community Tourism“ praktiziert. Alle Gemeinden stellen ihre Sehenswürdigkeiten in ihren Bezirken vor und bieten Touren an. Ein bemerkenswertes Projekt ist das Homestay-Programm bei den Kalinago: Seit 2013 kann man bei Kalinago-Familien auch übernachten und ihre Tradition, Küche und ihr reiches Wissen über Kräuter kennen lernen.

Statt Strand und Meer

Wassersportarten für jeden Geschmack gibt es hier wie überall in der Karibik, aber auf Dominica kann man auch ganz spektakuläre Wanderungen machen und dabei einige der 170 heimischen Vogelarten beobachten. Der 184 km lange Waitukubuli National Trail ist dafür bestens geeignet, ist dieser doch vom Lonely Planet-Magazin an die Spitze der „World’s best long walks“ gewählt worden und mit Sicherheit ein beeindruckendes Erlebnis. Ein idealer Ausgangspunkt für diesen Trail stellt das Hotel Fort Young dar, in spektakuläre Lage direkt am Meer und Nahe der Hauptstadt, werden eigene Hike Away-Package angeboten. 

Preisbeispiel für eine Urlaubskombination Dominica/Guadeloupe

Flug ab Wien über Paris nach Guadeloupe, sieben Nächtigung ohne Verpflegung in einem Ferienappartement, nur 300 Meter von Strand entfernt, Fähre ab/bis Guadeloupe nach Dominica, sieben Nächte im DZ mit Frühstück in einem 3* Hotel direkt am Meer, buchbar von September bis November und von April bis Juni ab 1.200 Euro p. P..   Infos: info@tropical-consult.de, Tel. +49-711/50 53 531, www.tropical-consult.de und unter www.discoverdominica.com 
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