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Land lockert erstmals Einreise-Regeln

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Der kommunistische Staat ist einer von wenigen, die coronabedingt weiterhin kaum zu bereisen sind. Erstmals vereinfacht das Reich der Mitte nun die Einreise – die Quarantänezeit wird verkürzt.

Für die Weltwirtschaft ist die seit mehr als zwei Jahren andauernde Quasi-Schließung Chinas ein herber Schlag: Geschäftsreisen finden so gut wie gar nicht statt, und durch ständige Lockdowns müssen Fabriken immer wieder für Wochen stillgelegt und ganze Stadtviertel komplett abgeriegelt werden. Dabei ist China, was Business Travel betrifft, das nach den USA zweitwichtigste Ziel der Industrie.

Angesichts der Null-Covid-Politik kommt die jetzt ausgesprochene Lockerung der Einreise-Regeln daher für Beobachter überraschend: Wie der Staatssender CCTV unter Berufung auf neue Regierungspläne berichtet, sollen Reisende nach ihrer Ankunft künftig nur noch sieben statt bisher mindestens 14 Tage in zentraler Hotel-Quarantäne verbringen. Im Anschluss erfolgt eine dreitägige Gesundheitsüberwachung in der eigenen Wohnung.

Die zentrale Hotel-Quarantäne, die zuletzt häufig sogar drei Wochen dauerte und in einem vom Staat vorgeschriebenen Hotel verbracht werden musste, machte für viele Unternehmen eine China-Reise wenig lohnenswert. Zumal im Anschluss an diese Quarantäne weitere sieben Tage Heimisolation vorgeschrieben waren, jedoch mit leichten Abweichungen von Stadt zu Stadt. Unklar ist noch, zu wann die neuen Vorgaben umgesetzt werden und ob sie im ganzen Land einheitlich gelten werden.

Während der Rest der Welt inzwischen versucht, mit dem Virus zu leben, verfolgt das dicht besiedelte Land weiter eine rigorose Null-Covid-Strategie. Mit der Ankunft der Omikron-Variante kämpfte China jedoch seit März gegen die größte Corona-Welle seit Ausbruch der Pandemie. In Shanghai etwa wurden zuletzt immer wieder Stadtviertel abgeriegelt, das öffentliche Leben wurde in der gesamtem Mega-Metropole für etwa zwei Monate heruntergefahren. Auch in der Hauptstadt Peking gab es jüngst Einschränkungen.

Weitere Regeln bleiben streng

Ausländische Handelskammern fordern seit langem, dass China seine strikten Maßnahmen aufgibt, weil diese die Weltwirtschaft schwer belasten und zu enormen Problemen in den Lieferketten führen. Zudem hat China in den vergangenen Monaten kaum noch internationale Flüge ins Land gelassen.

Die weiteren Vorschriften für die Einreise bleiben aber offenbar bestehen. Dazu gehören unter anderem drei Corona-Tests unterschiedlicher Formen binnen 48 Stunden vor der Abreise von zwei verschiedenen Teststellen, eine förmliche Einladung durch die zuständige chinesische Lokalbehörde und die Nutzung eines Nonstop-Fluges ab Frankfurt.

Weitere Infos zu den Einreisebestimmungen Chinas

Dieser Artikel erschien zuerst auf fvw.de

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