Belize: Es gibt sie noch - die echten Ge... Plus Artikel
 
Belize

Es gibt sie noch - die echten Geheimtipps für Entdecker

Belize, das einzige englischsprachige Land in Zentralamerika, ist einer dieser Geheimtipps. Begleiten Sie uns auf Dschungel-Abenteuer und zum Karibik-Feeling. 

Belize: Es gibt sie noch - die echten Geheimtipps für Entdecker

Sie starben, weil ihr Volk überleben wollte. Kleine Kinder, Teenager, Erwachsene – hunderte Meter unter der Erde wurden sie geopfert. Der Regengott sollte damit gütig gestimmt werden, nach der jahrelangen Dürre endlich den lebensrettenden Niederschlag zur Erde zu schicken. Heute stehen wir vor den kristallisierten Skeletten dieser Menschenopfer, sprachlos und ehrfürchtig. Schwimmend, kletternd und auf den Knien kriechend haben wir uns rund 1,4 Kilometer tief in die Actun Tunichil Muknal vorgekämpft - eine Höhle inmitten des Dschungels von Belize. Ein heiliger Ort für die Mayas vor über 2.000 Jahren und ein Zugang zur Unterwelt, an dem sie den Göttern nahe sein wollten. Wir fühlen Dankbarkeit und Demut, diese Kultstätte erleben zu dürfen und hier in die Vergangenheit des faszinierenden Landes eintauchen zu können. Ein Land, das gerade mal ein Viertel der Fläche von Österreich umfasst, und dennoch an Vielfalt kaum zu überbieten ist. 

Karibik-Feeling

Doch wo genau befinden wir uns eigentlich? Belize, dieser wunderbare Geheimtipp in Mittelamerika, liegt südlich von Mexiko und grenzt im Osten ans karibische Meer. Von uralten Maya-Ruinen im Dschungel führt unsere Reise in weniger als drei Stunden direkt zum Karibik-Feeling an der Küste. Im Landesinneren sind es die menschlichen Meisterwerke einer jahrtausendealten Kultur, hunderte verfallene Tempel und Paläste, die uns begeistern. Draußen am Ozean wiederum rauben uns die Meisterwerke der Natur den Atem. Denn das Belize Barrier Reef ist mit einer Länge von rund 260 Kilometern das zweitlängste Korallenriff der Welt. Ein lebender Organismus aus über 100 Korallenarten, der mehr als 500 Fischarten, Haien, Rochen, Delfinen und Schildkröten Heimat bietet.

Als wäre das für Schnorchler und vor allem Taucher noch nicht spektakulär genug, wartet vor der Küste von Belize mit dem Great Blue Hole auch noch ein weltweit einzigartiges Phänomen. Das etwa 300 m breite und 125 m tiefe Loch ist ein UNESCO-Weltnaturerbe und sogar vom Weltall aus zu sehen. Für perfektes Karibik-Feeling sorgen schließlich die hunderten kleinen Inseln entlang des Riffs, die sich aus Korallen- und Sandablagerungen gebildet haben. Die meisten davon unbewohnt, einige perfekt touristisch erschlossen, und ein paar wenige als exklusive Hideaways. 

Heimat des Jaguars.

Vom karibischen Meer kehren wir nun noch einmal zurück in den Dschungel. Genauer gesagt in das Cockscomb Jaguar Reserve im Süden von Belize. Hier lebt der Jaguar, die drittgrößte Raubkatze der Welt, noch in absolut freier Wildbahn. Sie sind Menschen gegenüber so scheu und gelten als nicht aggressiv, sodass man in dem Naturschutzgebiet sogar zu nächtlichen Regenwald-Walks unterwegs sein kann. Und selbst wenn man währenddessen keinem Jaguar begegnet: das Wissen, dass diese eleganten Tiere irgendwo da draußen unterwegs sind, ist spannend und wunderschön zugleich. 

Tipps

  • Gaia River Lodge. Eine herrliche Lodge mit privaten Cabanas am Flussufer, inmitten des Mountain Pine Ridge Forest Reserve. Die berühmten Big Rock Waterfalls liegen gleich ums Eck. Weitere Ausflüge, die sich von hier aus anbieten: Eine Kanu-Tour am Macal-River, Pferde-Trekking und Ziplining durch den Dschungel, sowie die Erkundung der Maya-Ruinen von Xunantunich.
    www.gaiariverlodge.com
     
  • The Lodge at Jaguar Reef. Direkt am Strand liegen die modern-schicken Unterkünfte dieser Lodge, einige mit privatem Pool. Das Hotel ist idealer Startpunkt zu Ausflügen ins Jaguar Reserve und in den Mayflower National Park, wo viele Wanderwege zu versteckten Wasserfällen im Dschungel führen.
    www.jaguarreefbelize.com
     
  • ATM Tour. Abenteuer und Geschichte pur in der Actun Tunichil Muknal (ATM). Nach 30 Minuten Schotterstraße und 30 Minuten Dschungel-Trekking gelangt man zum Höhleneingang. Nur eine Handvoll Guides sind vom Staat zertifiziert, keine Gruppen in diese heilige Maya-Kultstätte hineinzuführen. So wird die Zahl der täglichen Besucher:innen streng reguliert. Früh am Morgen zu starten zahlt sich aus, einer der Top-Führer ist Philippe von Yute Expeditions.
    www.inlandbelize.com
     
  • Lamanai. Diese ehemalige Maya-Stadt erreicht man nach einer rund einstündigen Bootsfahrt auf dem New River. Während man mit dem Guide die Ruinen der Paläste und Tempel im Regenwald erkundet, melden sich in den Baumkronen immer wieder lautstark die Brüllaffen zu Wort. Dieser Ort war vermutlich mehr als 3.000 Jahre lang von den Mayas bevölkert, auch noch als die Spanier im 16. Jahrhundert nach Belize gekommen sind.  
     
  • Xunantunich. In der Nähe des Städtchens San Ignacio, an der Grenze zu Guatemala, liegen diese Maya-Ruinen mitten im Dschungel. Rund 25 Tempel- und Paläste wurden hier wieder freigelegt und geben Einblick in eine jahrtausendealte Kultur. Besonders beeindruckend ist die 40 m hohe Pyramide El Castillo. 
     
  • Unterwasserwelt. Als Geheimtipp für Taucher und Schnorchler gilt das Meeresschutzgebiet South Water Caye. Es liegt im Süden des Landes und von Touristen noch weitgehend unentdeckt. Mit ein bisschen Glück hat man in den Monaten April bis Juni die Möglichkeit, mit den anmutigen und friedlichen Walhaien zu schwimmen.
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