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Wien

Hoteliers stöhnen unter hohen Kosten

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Die Hoteliers sehen sich von den steigenden Preisen stark belastet. Laut einer ÖHV-Umfrage rechnen Hotels für das laufende Jahr mit einer Verdoppelung der Strom- und Heizkosten.

Neben hohen Energiekosten steigen allerdings auch die Preise für Lebensmittel, Getränke, Zinsen und Löhne weiter an. "Das wird eine Kostenlawine, die wir noch nicht gesehen haben", sagte Walter Veit, Präsident der Österreichischen Hoteliervereinigung (ÖHV). Von der Politik fordert Veit eine Energiepreisbremse für alle Abnehmer. Während für die Haushalte am Mittwoch eine Strompreisbremse beschlossen wurde, fehle für die Wirtschaft noch eine Lösung. Der Hotellerie dürfe nicht den "dritten Winter in Folge die Hauptlast einer Krise" aufgebürdet werden, so Veit weiter.

Der Dienstleistungssektor arbeite ohnehin sehr energieeffizient und verursache nur 10 Prozent des gesamten Energieverbrauchs. WKÖ-Tourismus-Obmann Robert Seeber hatte nach der gestern beschlossenen Entlastung für die Haushalte auf Maßnahmen für die Betriebe gepocht. Besonders betroffen sind Thermen, Hotels mit Spa-/Wellnessbereichen oder mit hausinternen Wäschereien und Gastronomiebetriebe mit Großküchen. Aber auch Schausteller und Eventveranstalter, deren hohe Energiekosten außerhalb des Betriebes etwa durch Beleuchtung oder das Betreiben von Stromaggregaten entstehen, seien durch die rasanten Energiekostenerhöhungen in ihrer Existenz bedroht. Wichtig sei jetzt, dass man sich auf europäischer Ebene baldigst auf europaweit abgestimmte Lösungen einigt und die dringend notwendigen nationalen Entlastungsmaßnahmen für Betriebe schnellstens fixiert, appelliert Seeber
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