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Arbeitsrecht

vida will Lohnverhandlungen auf den Herbst vorziehen

APA/HELMUT FOHRINGER
vida-Chef Roman Hebenstreit fordert rasch mehr Geld für die Arbeitnehmer.
vida-Chef Roman Hebenstreit fordert rasch mehr Geld für die Arbeitnehmer.

Die Gewerkschaft vida, zuständig für die Bereiche Verkehr und Dienstleistungen, will die Lohnverhandlungen für 2023 auf den heurigen Herbst vorziehen. Als Grund nennt sie die hohe Inflation.

"So wie die Regierung gegensteuert, verpuffen die Entlastungsmaßnahmen gegen die Teuerung bei ganz vielen Menschen sehr schnell - Einmalzahlungen decken eben keine laufenden Kosten. Das heißt, die Löhne müssen jetzt steigen", so vida-Vorsitzender Roman Hebenstreit. Details zu den geforderten "Sonder-KV-Verhandlungen" sollen kommenden Mittwoch auf einer Pressekonferenz präsentiert werden. Die vida verhandelt ihre Kollektivverträge nicht im Pulk, sondern aufgeteilt auf die einzelnen Branchen. Die vida vertritt auch den Gastro- und Hotelleriesektor, der besonders unter einem Arbeitskräftemangel leidet.

Am 19. September starten in Wien die Kollektivvertrags-Verhandlungen für die Metalltechnische Industrie, womit traditionell die Herbstlohnrunde eingeleitet wird. Ausgangsbasis für das wohl diesmal besonders schwierige Feilschen ist die Inflationsrate der vergangenen zwölf Monate von 6,3 Prozent. Die Gewerkschaft hat als Motto für die Herbstlohnrunde bereits einen Mindestlohn von 2.000 Euro brutto ausgegeben.
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