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Wanderhotels

Mit Frauen-Power an die Spitze

Martin Lugger
Obfrau Tanja Hoffmann und Geschäftsführerin der Wanderhotels, Nina Truntschnig.
Obfrau Tanja Hoffmann und Geschäftsführerin der Wanderhotels, Nina Truntschnig.

Zwei junge Frauen nehmen jetzt die Geschicke der Wanderhotels in die Hände. Gründer und langjähriger Geschäftsführer, Eckart Mandler, übergibt die Geschäftsführung an Nina Truntschnig. Mit Tanja Hoffmann wurde nun die erste Obfrau in den Vorstand gewählt.

 Bei der Hotelvereinigung der Wanderhotels ist einiges in Bewegung. Nina Truntschnig hat die Geschäftsführung übernommen und auch der Vorstand hat sich neu aufgestellt. Mit Tanja Hoffmann vom Wanderhotel Glemmtalerhof stehen zwei junge Frauen an der Spitze des Vereins. 

Zielstrebigkeit und Gesprächsbereitschaft

Als neue Geschäftsführerin der Wanderhotels lebt Nina Truntschnig nun ihren Kindheitstraum. Die Hoteliére aus Leidenschaft weiß, dass es für Frauen größerer Anstrengung bedarf, ernst genommen zu werden. "Vor allem in Gremien und Unternehmen, in denen Männer Führungspositionen innehaben, müssen Frauen doppelt so laut auf sich aufmerksam machen wie Männer, sich mehr behaupten und beweisen."

Dabei agierten Frauen nicht nur in der Mitarbeiterführung häufig sensibler, sie seien auch gesprächsbereiter: "Frauen neigen eher dazu, sich die Meinung und Ideen des Gegenübers anzuhören, bevor sie entscheiden."

Zielstrebigkeit ist ihr wichtig, zu Gelassenheit verhilft ihr Yoga. Für die Wanderhotels sieht sie in der Ansprache einer jüngeren Zielgruppe großes Potenzial. "Ich freue mich darauf, mit dem Vorstand gemeinsam neue Ideen umzusetzen."

Vorstand wird weiblicher

Mit Tanja Hoffmann erhält der Vorstand nun erstmals eine weibliche Obfrau. Frauen in Führungspositionen sind ihr vertraut, ihre Familie führt den Glemmtaler Hof, ihre Tante ist Chefin des Hotels im Salzburger Land. "Sie hat mir vorgelebt, was es heißt, als Frau erfolgreich zu sein, und dass auch die eine oder andere Schweißperle mehr dazu gehört." Doch sie ist sicher, dass Weiblichkeit als Stärke ausgespielt werden kann.

Einzig die Vereinbarung von Familie und Beruf sei für Frauen oft schwieriger zu stemmen. "Vieles bleibt doch an Mama hängen", so die neue Obfrau der Wanderhotels. "Ich habe zum Glück einen Mann, der das mit mir zusammen managt." Im Hotelalltag schätzt sie die Arbeit mit Männern und Frauen gleichermaßen. "Wenn man mit Freude dabei ist, die Arbeit Leidenschaft ist, kann man nur erfolgreich sein – egal, ob Mann oder Frau."

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