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Rasche Hilfen für Hotellerie gefordert

APA/HARALD SCHNEIDER
Leere Zimmer drohen
Leere Zimmer drohen

In Anbetracht des vierten Lockdowns hat der Österreichische Hotellerieverband (ÖHV) rasche Beihilfen für die Branche und übt harsche Kritik an den späten politischen Entscheidungen. 

"Die Unternehmen brauchen Entschädigungen für Fehlentscheidungen und Falschaussagen der Politik", hieß es in der Aussendung am Donnerstagnachmittag. Es sei eine Wintersaison versprochen worden, nun stehe man vor Stornierungen und massiven Buchungseinbrüchen.

"Der Beihilferahmen muss jetzt verlängert, die Beihilfeobergrenzen deutlich erhöht werden. Man kann nicht alles immer zu spät machen", so ÖHV-Vizepräsident Walter Veit. Schon vor Wochen habe die Hotellerie Vorbereitungen für den "Worst Case" gefordert, diese seien aber von der Politik ignoriert worden. "Das war absehbar. Man hat weggesehen", sagte Veit. Es brauche nun einen Schutzschirm, um die Einnahmenausfälle zu kompensieren sowie einen 100-prozentigen Kurzarbeitsersatz ab dem ersten Tag des Lockdowns "für unsere Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen, die keine Schuld trifft an diesem Lockdown."

In den letzten Tagen seien bundesweit 51 % der Buchungen storniert worden, strich die ÖHV nochmals ihre neueste Branchenbefragung mit 350 teilnehmenden Hotels hervor. Die größten Einbrüche habe es in Oberösterreich mit 62 % gegeben, Vorarlberg, Tirol und Salzburg hätten derzeit Rückgänge um knapp die Hälfte. Damit sinke die erwartete Auslastung für Dezember auf knapp 40 %. Ebenso leide die Stadthotellerie weiter, diese lande derzeit nur bei einer Auslastung von 30 bis 40 %.

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