Rekord-Investitionen im Tourismus Plus Artikel
 

Rekord-Investitionen im Tourismus

Österreichs Tourismus- und Freizeitbetriebe rüsten sich bereits für die Post-Pandemie-Zeit. „Die Entwicklung der Investitionstätigkeit macht Mut“, betont ÖHT-Generaldirektor Wolfgang Kleemann.

Die strategische Förderpolitik ein wirksames Mittel, um den Tourismusstandort zu stärken, betont Wolfgang Kleemann, Generaldirektor der der Österreichischen Hotel- und Tourismusbank (ÖHT). „Noch nie während unserer immerhin 74-jährigen Firmengeschichte haben wir mehr Investitionen betreut als heuer.“ Investitionen über knapp 900 Millionen Euro konnte die ÖHT in diesem Jahr begleiten – das liegt um rund 100 Millionen über dem Vorjahr und macht aus dem „Investitions-Boom“, den man im Jahr vor der Pandemie – einem absoluten Rekordjahr im gesamten Tourismus – festgestellt hat, einen „Investitions-Trend“. Mit der Anfang der Woche stattgefundenen Kreditsitzung der beim BMLRT eingerichteten Fachkommission für den Tourismus bestätigte sich somit Trend, den man bei der ÖHT seit Monaten beobachtete.

Salzburg überholt Tirol

Verschoben hat sich 2021 auch die regionale Verteilung der Investitionen. Obwohl Tirol wieder auf dem Niveau des bisherigen Tourismusrekordjahres 2019 investiert hat, wurde es von Salzburg überholt. Dort hat sich die Fördernachfrage und damit die Investitionstätigkeit seit 2019 verdoppelt.

„Natürlich gab es Investitionstreiber“ so Kleemann. „Die Investitionsprämie, und auch spezielle Förderaktionen in manchen Bundesländern haben zusätzliche Projekte ausgelöst. Das zeigt, dass durch eine intensive Förderpolitik Investitionsnachfrage entstehen kann“. Und deshalb begrüßt es der Generaldirektor ganz besonders, dass für 2022 und die Folgejahre seitens der Bunderegierung zusätzliche Fördermittel bereitgestellt werden. „Damit können wir zusätzlich fast 100 Millionen Euro an geförderten Krediten vergeben und daraus entstehen wieder Investitionen über zumindest 170 Millionen Euro zur nochmaligen Verbesserung unseres Gesamtkunstwerkes
Tourismus“. 

Aus Studien der ÖHT ist bekannt, dass 60 % der Investitionen im Tourismus im Umkreis von 60 Kilometern um den Investitionsstandort wertschöpfungswirksam werden. Es profitieren davon also in erster Linie regionale Unternehmen des Bau- und Baunebengewerbes, Tischler, Installateure, Bodenleger etc. 

Sehr praxisnahe Förderstrategie

Durch die langen Betriebsschließungen während der Pandemie sind viele Tourismusbetriebe natürlich wirtschaftlich unter Druck gekommen. Kleemann: „Gerade jetzt bewährt sich unsere auf die Bedürfnisse und Besonderheiten der Tourismus- und Freizeitbranche ausgerichtete Förderstrategie, in der wir uns von anderen Fördereinrichtungen deutlich unterscheiden. Wir sagen immer 5 % Zuschuss nützen nichts, wenn die restlichen 95 % einer Investition nicht finanziert werden können.“

Aus diesem Grund versucht man bei der ÖHT, mit den Fördermodellen einen höchstmöglichen Hebel auf die Finanzierungsstruktur auszuüben. „Wir stellen mehr als die Hälfte der benötigten Fremdfinanzierung als nachrangig besichertes und damit risikotragendes Darlehen zur Verfügung und verzinsen dank der Fördermittel des BMLRT über zehn Jahre zum garantierten Fixzins von null Prozent. Das ist einzigartig in der österreichischen Tourismusfinanzierung“, betont der ÖHT-Generaldirektor.

(Red)

"Die aktuellen Zahlen zur Investitionstätigkeit zeigen auch, dass eine strategische Förderpolitik ein wirksames Mittel ist, um den Tourismusstandort zu stärken", so ÖHT-Generaldirektor Wolfgang Kleemann.
ÖHT
"Die aktuellen Zahlen zur Investitionstätigkeit zeigen auch, dass eine strategische Förderpolitik ein wirksames Mittel ist, um den Tourismusstandort zu stärken", so ÖHT-Generaldirektor Wolfgang Kleemann.
stats