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„Hygiene rückt stark in den Fokus“

Bild: HGV PRAXIS/Axel Schimmel
„Durch den eklatanten Mitarbeitermangel sind die gestiegenen Hygieneanforderungen in den Betrieben nur schwer umzusetzen.“
„Durch den eklatanten Mitarbeitermangel sind die gestiegenen Hygieneanforderungen in den Betrieben nur schwer umzusetzen.“

Stammgast.Online befragte Johann Freigassner, Geschäftsführer von Winterhalter Österreich, wie sich das Hygienebewusstsein in Zeiten der Pandemie verändert hat.

Stammgast.Online: Herr Freigassner, inwieweit hat das Pandemiegeschehen die Sensibilität in Bezug auf Hygiene in den Betrieben verändert?

Johann Freigassner: Hygiene war bereits auch bisher allgegenwärtig. Ich denke aber, dass sich das Bewusstsein dafür, durch die Coronapandemie noch einmal zusätzlich geschärft hat. Die Begegnungsbereiche und Arbeitsabläufe wurden analysiert und entsprechende Maßnahmen getroffen um ein Ausbreiten der Pandemie in den Betrieben zu unterbinden.

Sie verantworten das Österreich-Geschäft eines international agierenden Unternehmens. Ticken österreichische Hoteliers und Gastronomen genauso oder ist das international anders?

Durch den Austausch mit meinen Kollegen aus anderen Ländern habe ich den Eindruck gewonnen, dass in den meisten europäischen Ländern ein sehr hohes Hygienebewusstsein besteht. Möglicherweise setzt hier Österreich in einigen Bereichen mit gezielten Verordnungen gefühlt vereinzelt noch zusätzlich höhere Maßstäbe an.

Wie hat Winterhalter, wie haben Sie mit Ihrem Team auf diese neue Situation reagiert?

Wie in allen Betrieben wurden die internen Abläufe der Situation angepasst. Meetings mit Kollegen fanden online statt. Persönliche Kontakte mit Fachhandelspartner wurden auf ein Minimum reduziert. Produktpräsentationen und Schulungen fanden ebenfalls online statt, was grundsätzlich sehr gut funktionierte, allerdings mit Veranstaltungen mit physischer Anwesenheit aller Personen keinesfalls vergleichbar ist.

Aus Teilen der Hotellerie ist zu hören, dass ein gesteigertes Hygieneempfinden und -angebot zum entscheidenden Buchungsfaktor geworden ist. Was bedeutet das für Sie?

Für Winterhalter steht bereits seit jeher ein perfektes, hygienisch einwandfreies Spülergebnis im Fokus. Ich meine damit perfekte Spülergebnisse im Rahmen eines effizienten Spülprozesses. Mit dieser ganzheitlichen Sichtweise hat Winterhalter es geschafft, sich vom Maschinenlieferanten zum heutigen Gesamtsystemanbieter für Spültechnik zu entwickeln. Made in Germany and Switzerland ist nach wie vor nicht nur eine Herkunftsangabe, sondern ein Gütesiegel. Produkte, die in Deutschland und in der Schweiz produziert werden, stehen in aller Welt für höchste Qualität und absolute Zuverlässigkeit. Und genau diese Zuverlässigkeit im Bereich Hygiene, rückt bei unseren Kunden aktuell sehr stark in den Vordergrund. Unsere Kunden investieren aktuell eher in höherwertige Spüllösungen, damit ein hygienisch einwandfreies Spülergebnis gewährleistet ist. Durch umfassende Hygienegutachten für sämtliche unserer Produkte können wir dies unseren Kunden garantieren.

Welche Konsequenzen leiten Sie langfristig aus hygienischer Sicht von der Pandemie ab?

Die Pandemie hat die Sichtweise auf Hygiene nachhaltig sehr stark in den Fokus gestellt. Klar ist aber auch die Erkenntnis, dass die gestiegenen Hygieneanforderungen durch den vorherrschenden Personalmangel nur sehr schwer umsetzbar sein werden. Der bisher von Winterhalter eingeschlagene Weg hin zu einem verlässlichen Partner für kompromisslose, garantierte hygienische Spüllösungen zeigte bereits in der Vergangenheit, dass dieser Weg ein sehr erfolgreicher ist. Als Konsequenz für die Zukunft leiten wir daher ab, dass wir unseren eingeschlagenen Kurs weitersegeln wollen. Vielleicht ziehen wir noch das eine oder andere Segel zusätzlich auf, um unseren Kunden bei der Umsetzung von hygienischen Spüllösungen noch schnellere und effizientere Lösungen anbieten zu können.

Herr Freigassner, vielen Dank für das Gespräch.

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