Großprojekt: Dritter Transgourmet-Stando... Plus Artikel
 
Großprojekt

Dritter Transgourmet-Standort kommt nach Wien-West

Transgourmet
An der Autobahnabfahrt soll der "effizienteste und nachhaltigste Transgourmet Abholmarkt" inklusive Lager- und Logistikflächen für die Zustellung entstehen.
An der Autobahnabfahrt soll der "effizienteste und nachhaltigste Transgourmet Abholmarkt" inklusive Lager- und Logistikflächen für die Zustellung entstehen.

Transgourmet verzeichnete ein außergewöhnliches Wachstum im Jahr 2022. Jetzt soll ein neuer Standort her, um die gesteigerte Nachfrage zu bewältigen, wie es heißt.

Gesucht, gefunden hat man das perfekte Grundstück im Westen Wiens am Autobahnknoten Wien West-Auhof. Hier sollen künftig ein C&C-Abholmarkt sowie ein Logistiklager entstehen. Die bestehenden Niederlassungen im 22. Wiener Gemeindebezirk sowie in Brunn am Gebirge reichen laut Transgourmet Geschäftsführer Mag. Manfred Hayböck nicht mehr aus, um das Wachstum des Unternehmens künftig zu sichern.


Dem Baubeginn des Projekts – 2024 ist es soweit – gehen aber noch zahlreiche Gespräche, Behördenwege und Gutachten voraus. Aktuell befindet man sich in der Widmungsphase. Final abgesegnet wird das Projekt im Wiener Gemeinderat. Insgesamt rechnet man mit einer Bauzeit von rund zwei Jahren. Das Investitionsvolumen soll im mittleren zweistelligen Bereich liegen.

Im Detail sehen die Pläne eine 17.000 m² große Logistikfläche sowie einen 4.000 m² großen C&C Abholmarkt vor. Die Abholmarktfläche ist größenmäßig ein wenig kleiner als jene an den beiden anderen Standorten. Grund dafür sei der anhaltende Trend hin zur Zustellung, auf das Angebot wolle man aber nicht ganz verzichten, so Hayböck.

Das Gebäude an sich soll über Photovoltaikanlagen auf dem Dach sowie Wärmepumpen verfügen. Ein Drittel des Strombedarfs decken die eigenen Photovoltaikanlagen, der Rest kommt aus Wasserkraft über das Stromnetz.

Ab 2030 soll der Standort dann gänzlich CO2-neutral, ohne Emissionszertifikate, betrieben werden. Dafür wird nach und nach die Fahrzeugflotte auf alternative Antriebe umgerüstet. Bei den LKW hofft man noch auf rechtzeitig zukunftsfähige Technologien wie Wasserstoff, die PKW-Flotte wird rein elektrisch sein.
Aktuell liegt das Grundstück brach – eine aufgelassene Autobahntankstelle sowie ein Hotel befinden sich darauf.
Transgourmet
Aktuell liegt das Grundstück brach – eine aufgelassene Autobahntankstelle sowie ein Hotel befinden sich darauf.
Eingeplant sind am neuen Standort die Schaffung von 250 neuen Arbeitsplätzen. Aufregerthemen der letzten Wochen wie Flächenversiegelung oder Verkehrsbelastung versucht der Transgourmet-GF aus dem Weg zu räumen. So sei die Fläche zu einem Großteil bereits versiegelt, den Rest der Grünfläche versuche man durch eine Dach- bzw. Fassadenbegrünung zu kompensieren. Die Anlieferungen würden sich wochentags auf etwa 75 LKW zwischen 6:00-14:00 Uhr beschränken, beim Abholgeschäft erwarte man etwa 300-500 Kunden. Auch die Lärmemissionen für den Lainzer Tiergarten würden durch das Gebäude abgeschirmt werden.

Das Zustellgeschäft macht bei Transgourmet etwa 70 Prozent aus, der Rest entfällt auf das Abholgeschäft. Großteil der Kunden (85 Prozent) seien Gastronomen, so Hayböck.

stats