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Amador holt erstmals drei Michelin-Sterne nach Österreich

Bild: Markus Oberländer
Juan Amador.
Juan Amador.

Nicht Walter Eselböck, nicht Heinz Reitbauer, nicht die Obauer-Brüder und auch nicht Simon Taxacher: Der Deutsch-Spanier Juan Amador wurde für das Engagement in seiner Lieblingsstadt Wien ausgezeichnet.

In einer ersten Reaktion zeigt sich der Deutsche mit spanischen Wurzeln gerührt: „Dieser dritte Stern ist die emotionalste Auszeichnung meiner Karriere. Das hat einen außerordentlichen Stellenwert, weil ich ihn in meiner Lieblingsstadt Wien erkocht habe. Für den internationalen Stellenwert Österreichs als Tourismusland wäre eine Rückkehr der Guide Michelin für ganz Österreich wichtig. Das Potenzial an hervorragenden Restaurants ist in Österreich gerade außerhalb der Städte gegeben.“

Er wollte es eigentlich entspannter angehen

Ist der dritte Stern mit dem „Restaurant Amador“ in Wien nun die Wiederholung des bereits Erreichten?Es ist alles andere als das. Ich wollte es hier in Wien ja entspannter angehen und mir weniger Gedanken um Sterne, Hauben und andere Bewertungen machen. Aus diesem Grund war unser Konzept zu Beginn auch zweigeteilt – einerseits ein Wirtshaus mit Greißlerei, andererseits Fine Dining. Ich habe mir sogar einen Küchenchef als Stellvertreter gegönnt; aber rasch gemerkt, dass ich nicht aus meiner Haut herauskomme. Es hat einfach weniger Spaß gemacht. Spätestens als wir vom Michelin 2017 von Null auf zwei Sterne gewertet wurden, wusste ich, ich will mich wieder auf unsere ursprünglichen Stärken fokussieren. Anfang 2018 haben wir das Doppelkonzept dann eingestampft und die Größe der Küche verdreifacht. Seitdem ist der Spaß am Kochen zurück und deshalb ist dieser dritte Stern auch ein ganz besonderer.“

Juan Amador (geboren am 10. Dezember 1968) ist ein deutscher Koch mit spanischen Wurzeln, der im schwäbischen Strümpfelbach nahe Stuttgart als Sohn katalanisch-andalusischer Eltern aufwuchs.

Seit 2016 in Wien aktiv

Sein kulinarisches Können brachte ihm erstmals von 2008 bis 2012 drei Sterne des Guide Michelin für sein Restaurant AMADOR in Langen bei Frankfurt ein, welche er nach dem Umzug des Restaurants am neuen Standort in Mannheim von 2012 bis 2015 verteidigte. Seit 2016 findet sich das aktuelle AMADOR Restaurant in Wien. Das Restaurant im umgebauten Kellergewölbe der Wiener Winzer Fritz Wieninger und Hajszan Neuman bietet neben 45 Sitzplätzen auch einen designierten „Krug Table“ nebst umfangreicher Kollektion des Prestige-Champagners und einen 1200 Positionen umfassenden Weinkeller.

Lesen Sie eines seiner ersten Interviews in der kommenden Ausgabe von Hotel & Touristik, die am 5.4. 2019 erscheint. 




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