Steiermark: "Der Steirische Junker ist d... Plus Artikel
 
Steiermark

"Der Steirische Junker ist da"

Fotokuchl/Johannes Polt

Die Saison für den Junker, der Jungwein mit dem Steirerhut, wurde in der Grazer Stadthalle offiziell eröffnet.

Auf Einladung der Wein Steiermark und mehr als 100 Junker-Winzerinnen und Winzer verkosteten rund 3.500 Gäste den Jungwein. Der Vorbote des Jahrgangs 2022 präsentiert sich typisch steirisch – Fruchtigkeit und Aromatik sind besonders ausgeprägt. Erhältlich ist der beliebte Jungwein bei den rund 150 Junker-Winzern, in der Gastronomie, im Handel, bei Junker-Festen und Verkostungen.

Der Junker gibt erste Eindrücke, wie sich der Jahrgang entwickeln wird: Die ersten Vorboten des Jahrgangs 2022 präsentieren sich sehr elegant, enorm fruchtig und in einzelnen Weinen bereits mit Fülle am Gaumen. Die Säure ist optimal eingebunden und bringt die notwendige Frische und Lebendigkeit, welche die Konsumenten vom Steirischen Junker erwarten. Den DAC-Weinen gibt das Steirische Herkunftssystem Zeit für Entwicklung und Reife: Gebietsweine kommen ab 1. März, Orts- und Riedenweine ab 1. Mai nach der Ernte auf den Markt. 

Das Weinjahr 2022 - Trocken und für die Weinbauern fordernd

Dieses Jahr war für die steirischen Winzer herausfordernder als der Jahrgang 2021. Das Wetter war zeitweise turbulent. Es gab eine trockene Phase von Mitte/Ende Juli bis Mitte/Ende August, mit dem Ergebnis, dass die Trauben kleiner blieben. Nach dieser trockenen Phase gab es im Spätsommer glücklicherweise doch wieder ausreichend Niederschläge. Die Herbstabkühlung, mit beispielsweise Schnee auf der Koralpe, kühlt die steirische Weinlandschaft ab und sorgt für Frische und Feingliedrig-keit in den Weinen.
Junker-Präsentation mit (v. l.) Bundesrat Ernest Schwindsackl, Weinhoheit Katrin Strohmaier, Stefan Potzinger (Obmann Wein Steiermark), Weinkönigin Sophie Friedrich, Michael Gradischnig (Leiter Werbung Steiermärkische Sparkasse), Weinhoheit Marlene Prugmaier, Maria Pein (Vizepräsidentin der Landwirtschaftskammer Steiermark) und Werner Luttenberger (Geschäftsführer Wein Steiermark).
Fotokuchl/Johannes Polt
Junker-Präsentation mit (v. l.) Bundesrat Ernest Schwindsackl, Weinhoheit Katrin Strohmaier, Stefan Potzinger (Obmann Wein Steiermark), Weinkönigin Sophie Friedrich, Michael Gradischnig (Leiter Werbung Steiermärkische Sparkasse), Weinhoheit Marlene Prugmaier, Maria Pein (Vizepräsidentin der Landwirtschaftskammer Steiermark) und Werner Luttenberger (Geschäftsführer Wein Steiermark).

"Trotz der fordernden Umstände wird der Jahrgang 2022 von einigen Kollegen qualitativ sogar noch über den letzten gestellt. Die ersten Verkostungsergebnisse sind äußerst positiv. Wir sind glücklich mit dem, was wir im Keller haben", so Stefan Potzinger, Obmann der Wein Steiermark. Was die Erntemenge betrifft, gibt noch keine endgültigen Zahlen, vermutlich wird die Ernte etwas kleiner ausfallen als in den letzten Jahren. Weniger Ertrag ergibt in der Konsequenz höhere Qualitäten. Die Trauben waren im heurigen Jahr besonders geschmacksintensiv. Das bestätigen erste Verkostungen des Jahrgangs.

Doppelt geprüfte Qualität 

Der Jungwein, der zum Steirischen Junker (eine Marke des Vereins Wein Steiermark) ernannt werden will, muss zuerst im Labor und vor einer sechsköpfigen Kostkommission als Qualitätswein bestehen. Dann erst prüft die Kostkommission, ob der junge Wein auch die Junker-Kriterien erfüllt. Der echte Steirische Junker trägt auf Flaschenetikett und Kapsel das Junkerzeichen mit dem Steirerhut und Gamsbart und dem Zeichen der registrierten Marke.

Heuer werden rund 400.000 Flaschen Junker von rund 150 Junkerweinbauern produziert: klassisch als trockener Weißwein, als Schilcher-Junker oder ganz in Rot. Der individuelle Geschmack jedes Steirischen Junkers beruht darauf, dass jeder Junkerweinbauer seinen Junker auf Basis seiner Rebsorten komponiert. Der Steirische Junker eignet sich aufgrund seiner Frische hervorragend als Aperitif und ist ein idealer Begleiter insbesondere zur saisonalen, regionalen Küche.

Die Steirischen Winzer bewirtschaften aktuell 5.096 ha Weingartenfläche und produzierten 2021 gesamt 222.900 Hektoliter Wein. Damit hält die Steiermark mehr als 10 % der gesamtösterreichischen Weinbaufläche.



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