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Willys Gastro-Wochenrückblick

Des Küchenchefs neue Kleider

Sabine Klimpt

Ein Blick auf die Sportstars - egal ob Schifahrer, Fussballer oder Formel-1-Hero - zeigt diese in Gewändern, die allesamt von bunten Stickern mit den Logos der jeweiligen Sponsoren übersät sind. So gut, so schön. Und wahrscheinlich auch schön ertragreich. Vor allem, wenn der heiß begehrte und zumeist exklusive Kopfsponsor ein bestens bekannter und beliebter Markenartikler ist.


In Anbetracht dessen müsste es doch möglich sein, dasselbe Prinzip in der Gastro und hier vor allem bei den diversen Küchenchefs anzuwenden. Zumal ohnehin die meisten Betriebe krachen wie ein Knäckebrot und ihnen etwas Sponsormaut definitiv guttäte. Jetzt nicht nur monetär betrachtet, sondern auch imagemäßig. Signalisiert doch - zumindest in den meisten Fällen - das prominent applizierte Logo der Markenartikler, dass man in dieser Küche großen Wert auf Qualität und Originalprodukte legt.

So könnte zum Beispiel das Mützerl des Kochs exklusiv das Logo von „Tonis Freilandeier“ zieren, quasi als Symbol für Hirn mit Ei. Am Kragen des Kochjackerls würden zwei Markenartikler hervorragend passen: Coca-Cola für das Original in der 0,33-Liter-Gastro-Glasflasche, damit signalisiert werden kann, dass man eben das Original verwendet und keinen billigen Postmix. Und das Logo des Tiefkühlproduzenten Iglo, dem ja auch die Hausfrauen gerne und oft vertrauen. Quasi als Wohlfühl-Opener Gewohntes und Vertrautes auch Out of Home zu bekommen.

Als Brustsponsor könnte zum Beispiel die Firma „Steiff“ herhalten, womit signalisiert werden soll, dass ausschließlich Tiere in artgerechter Haltung verarbeitet werden. Ebenfalls gut geignet als Brustsponsor wäre die „NÖM“ mit ihrer Produktvielfalt. Und weil's ganz einfach dort gut hinpasst. Ans Jackerlende würde ich das „Recheis“-Logo nähen, das passt a guat, genauso wie „Barilla“ oder „DeCecco“, Hauptsache Nudeln.

Dann wäre da noch der Rückensponsor. Klar, da könnte auch in großen Lettern der Familienname des Küchenchefs draufstehen - ähnlich wie beim berühmten US-Chirurgen Michael DeBakey - oder aber auch „Backhendl“. Das ist zwar jetzt kein Markenartikler, aber die Spezialität des Hauses und - beim Anziehen für den Küchenchef sehr hilfreich - ein nicht unwichtiger Hinweis wo bei dem Jackerl hinten ist. Wobei, „Der Ankerbäck“ wäre auch eine schöne Alternative. Womit wir wieder bei den Markenartikeln wären.

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