Willys Gastro-Wochenrückblick: Der Obe... Plus Artikel
 
Willys Gastro-Wochenrückblick

Der Ober-Arzt

Markus Wache
Willy Zwerger: "Wenn ein undisziplinierter Diabetiker der süßen Verführung einer Sachertorte oder eines Kaiserschmarrens erlegen ist, kann ihm der Ober-Arzt oder eine der Kellner-Schwestern sofort das Insulin dazu verabreichen, je nach Bedarf als Tablette zum Würfelzucker für den Kakao mit Haut oder als Jaukerl quasi im Vorübergehen."
Willy Zwerger: "Wenn ein undisziplinierter Diabetiker der süßen Verführung einer Sachertorte oder eines Kaiserschmarrens erlegen ist, kann ihm der Ober-Arzt oder eine der Kellner-Schwestern sofort das Insulin dazu verabreichen, je nach Bedarf als Tablette zum Würfelzucker für den Kakao mit Haut oder als Jaukerl quasi im Vorübergehen."

Willy Zwerger macht sich in seinem Gastro-Wochenrückblick diesmal Gedanken, wie die Gastronomie dem Ärztemangel entgegenwirken kann.

Weil es ja in der verwichenen Woche vieldiskutiertes Thema war, hätte ich da schon eine Idee, wie sich die bisherigen Wahlärzte nach der offiziellen Abschaffung derselben dennoch einen schönen Zuverdienst sichern könnten. Da unsere Gastronomie ohnehin mit stetig zunehmendem Personalmangel leidet, käme meine Idee auch diesem Negativtrend massiv entgegen.

Es wäre doch durchaus anzustreben, ein klassisches Wiener Kaffeehaus, ein Restaurant, ein Beisl oder ein typisches Landgasthaus in eine praktikable Doppelfunktion Gastronomiebetrieb & Ordination zu verwandeln. Mit dem generellen Riesenvorteil, dass die Gästepatienten gleichzeitig ihr Frühstück, ihren Lunch oder ihr Dinner genießen und sich diversen Untersuchungen, Behandlungen und sonstigen ärztlichen Dienstleistungen unterziehen können. Früher für Geburtstags- und andere Feierlichkeiten gern gebuchte Nebenräume und Stüberl werden zu multifunktionellen Behandlungsräumen, die Speise- und Getränkekarten werden um das gängige und oft verschriebene Medikamentensortiment erweitert, wobei durchaus darauf Rücksicht genommenen werden kann, welche Speisen gut mit welchen Medikamenten harmonieren, ohne ansonsten unter den sehr oft am eigenen Leib verspürten Nebenwirkungen zu leiden.

Dazu ein durchaus populäres Beispiel: Wenn ein undisziplinierter Diabetiker der süßen Verführung einer Sachertorte oder eines Kaiserschmarrens erlegen ist, kann ihm der Ober-Arzt oder eine der Kellner-Schwestern sofort das Insulin dazu verabreichen, je nach Bedarf als Tablette zum Würfelzucker für den Kakao mit Haut oder als Jaukerl quasi im Vorübergehen!

Diesen Gedanken weiter gesponnen, eröffnet die gastromedizinische Symbiose viele, hochinteressante Possibilitäten, vor allem dahingehend, dass man zum einen die oft unerträglich langen Wartezeiten in den diversen Ordinationen in einem wesentlich angenehmeren Ambiente und bei Kaffee und Kuchen oder einem gschmackigen Snack absitzen kann. Und zum anderen sind so die volksgesundheitlich relevanten Maßnahmen wesentlich leichter umzusetzen –diverse Impfungen, täglich einzunehmende Blutdruck-, Entwässerungs- oder Hormonpulverl, Blutdruck- und andere Messungen sowie EKGs und Blutabnahmen.

Ach ja, notorischen Impfgegnern könnte man das eine oder andere Serum auf einen Würfelzucker, einem Ei im Glas oder gleich direkt in die Melange tröpfeln und quasi als Schluckimpfung verabreichen. Sogar ohne dass es so mancher mitbekommt. Was in vielen Fällen sehr fein wäre. Herr Doktor, zahlen bitte!

redaktion@hotelundtouristik.at
 

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