Hotellerie |  Tourismus |  Mittwoch, 16.05.2018

Verkehrsbüro Group: Millioneninvestitionen in die Hotelsparte

Österreichs größtes Tourismusunternehmen erzielte im Jubiläumsjahr eine sehr positive Bilanz und wird in den kommenden Jahren in allen Geschäftsbereichen stark in Digitalisierung und Servicequalität investieren.

© Verkehrsbüro Group/Jenny Fetz

Das Vorstandsteam der Verkehrsbüro Group (v. r.): Helga Freund, Martin Winkler und Helmut Richter.

Das Unternehmen feierte im Vorjahr nicht nur sein 100-jähriges Bestehen, sondern erzielte auch eine deutliche Steigerung bei Umsatz und Ergebnis. Bei einem Konzernumsatz von 951,1 Millionen Euro (+9,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr) konnte das Ergebnis vor Steuern (EBT) auf 20,2 Millionen Euro (+30,9 Prozent) und das Konzernergebnis auf 15,2 Millionen Euro (+24,0 Prozent) gesteigert werden. Die Bilanzsumme der Verkehrsbüro Group belief sich 2017 auf 280,9 Millionen Euro (+11,4 Prozent), das Eigenkapital entwickelten sich ebenso positiv mit 87,5 Millionen Euro (+6,5 Prozent).

„Wir haben – nach einigen herausfordernden Jahren – eine wirtschaftlich wirklich solide Basis für eine erfolgreiche Zukunft geschaffen und damit die Weichen für eine erfolgreiche Zukunft gestellt“, so Martin Winkler, Sprecher des Vorstands, bei der Präsentation der Zahlen in den Börsensälen in Wien. Winkler ist in dieser Funktion seit Oktober 2017 tätig.

Die großen Wachstumsbereiche

Wichtigster Geschäftsbereich ist Leisure Touristik mit einem Anteil von rund zwei Dritteln am Umsatz. Die Plus für die Reisebürosparte beträgt 8,2 Prozent auf 306,5 Millionen Euro. Im Bereich Incoming betrug der Zuwachs sogar 10,3 Prozent (343,7 Millionen Euro). Man profitierte im Leisure-Bereich von der steigenden Reiselust der Österreicher, dem Konjunkturaufschwung, dem positiven und sicheren Image Österreichs als Urlaubsland und der Servicequalität der Beratung in den Reisebüros. Der Bereich Business Touristik (182,5 Millionen Euro, +10,3 Prozent) profitierte ebenso vom Konjunkturaufschwung, sowie vom Vollsortimenter-Angebot und der internen Neustrukturierung mit der Überleitung von Verkehrsbüro Kongressmanagement in die Verkehrsbüro Business Travel GmbH und damit dem Startschuss für die neue Dachmarke Verkehrsbüro MICE Services.

Die Hotel-Sparte wird immer wichtiger

Die Verkehrsüro Group betreibt mit  dem Namen Austria Trend Hotels 28 Häuser in Österreich und im benachbarten Ausland. Diese profitierten 2017 besonders vom anhaltenden Trend zu Citytrips und dem sicheren Image Österreichs. Die Hotels legten beim Umsatz um 4,7 Prozent auf 155,6 Millionen Euro zu. „Uns freut besonders, dass die in den Vorjahren getätigten Investitionen in Höhe von 15 Millionen Euro von den Gästen absolut positiv aufgenommen und wir auf internationalen Portalen wie etwa booking.com überdurchschnittlich hoch bewertet werden“, so Winkler. Außerdem konnte der RevPar um 9 Prozent gesteigert werden. 2017 wurden in allen Häusern 2,2 Millionen Nächtigungen gezählt.

Investitionen und Neuzugänge

Für die kommenden fünf Jahre kündigt Martin Winkler weitere Investitionen in  bestehenden Häuser in einer Höhe von rund 40 Millionen Euro an. Konkret nannte er Zimmerrenovierungen und den ausbau der individuellen Angebote der Häuser. Zudem sollen alle Touchpoints in Hinblick auf clevere und kundenfreundliche Möglichkeiten der Digitalisierung erneuert werden.

Für die Sparte Hotellerie sieht der Sprecher des Vorstands hohes Wachstumspotenzial: „Wir haben mit unserem neuen Haus ‚Courtyard by Marriott Wien Schönbrunn‘ vergangenen Dezember den ersten Schritt gesetzt. Als nächstes planen wir weitere Übernahmen einzelner Standorte oder auch von Hotelportfolios. Unser Fokus liegt auf der Stadthotellerie in Österreich, aber auch im angrenzenden Ausland.“ Für drei neue Standorte gibt es bereits Gespräche, im Ausland sei Deutschland ein primäres Ziel. „Wir werden mit Ruhe den Markt sondieren, schauen, was zu uns passt, und erst dann zuschlagen.“ 

Der Ausbau von Kooperationen mit internationalen Ketten – etwa im Franchisesystem mit Radisson mit aktuell zwei Hotels in Wien und Salzburg oder als Joint Venture mit Motel One Austria (49 Prozent) – ist durchaus interessant, so Winkler weiter.

Schwerpunkt auf die Digitalisierung

Für das laufende Jahr 2018 zeigt sich Winkler optimistisch: „Wir erledigen sukzessive unsere Hausaufgaben in allen Bereichen und nutzen die gute Konjunktur und positive Stimmung im Tourismus, um uns für die Zukunft fit zu machen.“ Dazu hat der Konzern eine 5-Jahres-Strategie erarbeitet, die mit Zielhorizont 2022 ganz auf die Themen Digitalisierung, Wachstum und Qualitätsoffensive mit klarem Kundenfokus setzt. 

So wird etwa am Reisebüro der Zukunft gefeilt, das mit noch mehr moderner Technik, künstlicher Intelligenz und Erlebnischarakter ausgestattet sein wird. Auch die geänderten Kommunikationsbedürfnissen fließen mit ein. Gemeinsam mit Experten der TU Wien und der Grazer FH Joanneum entwickelt man einen „Experience Concept Store“, in dem man zum Beispiel mittels VR-Brille die Destination schon vorab erleben kann.

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