People |  Donnerstag, 11.01.2018

Oliver Lackmann verlässt NIKI

In einem Brief an seine Mitarbeiter verabschiedet sich der Airline-Chef im Februar von der insolventen Fluglinie, deren Zukunft immer noch offen ist. NIKI beantragte ein Sekundärinsolvenzverfahren beim Landesgericht Korneuburg.

Die Entscheidung stand schon vor der Insolvenz fest, zitiert das österreichische Luftfahrtportal Austrian Aviation Net den 48-Jährigen Deutschen Oliver Lackmann, der erst seit April 2016 im Amt ist. Sein Abgang soll nichts mit dem Insolvenzantrag zu tun haben, wie er meint. "Allerdings ist es ohnehin durchaus üblich, dass bei einem Eigentümerwechsel auch eine neue Geschäftsführung ins Amt kommt", steht in dem Brief. Somit braucht die Fluglinien nicht nur einen neuen Eigentümer, auch die Rolle des Chefs muss neu besetzt werden. 

Entscheidung in Korneuburg

Nach dem langen Tauziehen um die Zuständigkeit für die Abwicklung der Insolvenz der NIKI Luftfahrt GmbH stellte das Unternehmen nunmehr über den vorläufigen Insolvenzverwalter den Antrag auf Eröffnung eines Konkursverfahrens in Form eines Sekundärverfahrens beim Landesgericht Korneuburg. Die Gläubigerliste umfasst 56 inländische Gläubiger mit Vorderungen von rund 1,3 Mio. Euro.

Das Gericht prüft diesen Antrag derzeit, doch ist nach Einschätzung des KSV1870 mit einer kurzfristigen Entscheidung über die Verfahrenseröffnung zu rechnen. In Deutschland ist zwar der Kompetenzstreit über die Frage der Zuständigkeit des deutschen oder österreichischen Insolvenzgerichts noch nicht endgültig entschieden, doch unabhängig von dieser Entscheidung ist das Unternehmen nunmehr offenbar selbst der Auffassung, dass die österreichische Zuständigkeit zumindest für ein Sekundärverfahren gegeben ist.

 

 

© NIKI

NIKI-Geschäftsführer Oliver Lackmann verlässt das insolvente Unternehmen mit Februar 2018.

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