Tourismus |  Montag, 16.04.2018

Die Rekorde der Wiener Tagungsbranche

Jedes Jahr ein weiterer Erfolg ist keine Selbstverständlichkeit, wie Stadt, WienTourismus, Wirtschaftskammer und das Wiener Convention Bureau betonen. Dennoch ist die Freude über Nächtigungen, Tagungen und Wertschöpfung groß.

 

Nachdem allen für diese Erfolge gedankt war, ließen die Verantwortlichen die Zahlen sprechen. 2017 konnte die Wiener Tagungsindustrie ihre bislang beste Leistung präsentieren: über 4.000 Veranstaltungen brachten rund 611.000 Gäste nach Wien, die rund 1,8 Millionen Nächtigungen produzierten und 1,2 Milliarden Euro Wertschöpfung generierten. An allen Posten ein kräftiges hoch einstelliges Plus. Renate Brauner, Präsidentin des WienTourismus und Wiens Stadträtin für Finanzen, Wirtschaft und Internationales, freut sich besonders über die Wertschöpfung sowie über die 21.000 Ganztagesarbeitsplätze, die entstehen: "Wiens Tagungswirtschaft hat sich einmal mehr als zuverlässiger Arbeitgeber erwiesen."

Bringen Steuern und Nächtigungen

Tourismuschef Norbert Kettner streicht die Tatsache hervor, dass in Wien mittlerweile jede 8. Nächtigung (oder 12 Prozent) von einem Tagungsgast geschlafen wird, von all den 1,8 Millionen Tagungsnächtigungen 7 Prozent auf die Vertreter der Vereinten Nationen entfallen. Die großen Kongresse bleiben laut Kettner die Cashcow, rund 20 Prozent der Veranstaltungen bringen rund 80 Prozent der Milliarden herein. Und damit auch die Steuern: "Die Teilnehmer der großen Kongresse haben vergangenes Jahr 80 Prozent der Wiener Steuerleistung getragen", ruft Kettner in Erinnerung. Er lässt sich auch den Sidestep in Richtung dritte Piste nicht entgehen: "76 Prozent der Tagungsgäste reisen mit dem Flugzeug an, die Entscheidungen zur dritten Piste stärken die Tourismusdestination Wien insgesamt."

Tagungsgast: lieb und teuer

Markus Grießler, Obmann der Sparte Tourismus und Freizeitwirtschaft in der Wiener Wirtschaftskammer, betont die doppelt so hohe Ausgabenfreude der Kongressteilnehmer: "mit 538 Euro pro Kopf sind uns diese Gäste besonders lieb und teuer", wie er meint. Das umfasst die Nächtigungskosten, Essen und Trinken ebenso wie Transport und Einkäufe. Grießler pocht einmal mehr auf das gleiche Recht für alle in der Beherbergungsindustrie, in Richtung AirBnB.

Spezialfall EU-Ratspräsidentschaft

Christian Mutschlechner, Leiter des Vienna Convention Bureaus, lobt große wie kleine Kongresse, die man behutsam servicieren muss. "Ein kleiner Kongress ist in ein paar Jahren vielleicht ein großer", gibt er zu bedenken. Im zweiten Halbjahr 2018 wird Wiens Tagungswesen von der EU-Ratspräsidentschaft dominiert werden, als permanentes Tagungszentrum wird dafür das Vienna Austria Center verwendet. Dieses wird, um mit dem Wettbewerb mithalten zu können, in den nächsten vier Jahren umfangreich saniert und mti drei neuen Eingängen versehen.

 

 

© © PID/ Bohmann

Wiener Tagungs-Bilanz 2017, Markus Grießler (WKW), Stadträtin Renate Brauner, Wiener Tourismuschef Norbert Kettner, Christian Mutschlechner (Vienna Convention Bureau).

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